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Netflix-Filme stocken im Swisscom-Datennetz
Aus Espresso vom 22.03.2016.
abspielen. Laufzeit 04:53 Minuten.
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Multimedia Netflix-Filme: Das stocken im Swisscom-Datennetz hat ein Ende

Die Videos aus der Netflix-Onlinevideothek stockten. Allerdings nur bei Swisscom-Kunden. Erst schoben sich die beiden Firmen gegenseitig den schwarzen Peter zu. Jetzt ist aber eine Lösung gefunden, das Ruckeln hat ein Ende.

Aktualisierung vom 23.03.16

Gute Neuigkeiten für Swisscom-Kunden mit Netflix-Abo. Die Leitung läuft ab sofort wieder einwandfrei. Wie das Computermagazin «Computerworld» schreibt, haben Swisscom und Netflix eine Lösung gefunden. Netflix schreibt dazu: «Swisscom und Netflix haben zusammen gearbeitet und eine technische Lösung umgesetzt, die Swisscom-Kunden ein besseres Netflix-Erlebnis bieten wird als je zuvor.»

Seit ein paar Tagen ist das Video-Angebot von Netflix via Datenleitung von Swisscom nur eingeschränkt oder gar nicht mehr zu empfangen. Bei der Redaktion von «Kassensturz/Espresso» haben sich über ein Dutzend Swisscom-Kunden gemeldet. «Der Film bricht immer wieder ab. Er startet dann neu und wird wieder neu in den Puffer geladen», ärgert sich Oliver A. aus Dinhard.

Genervt ist auch Netflix-Abonnent Stefan W. aus Uster: «Video schauen über Swisscom TV geht prima, oder auch über AppleTV. Aber Netflix über den Swisscom-Kabelanschluss, das funktioniert nicht mehr.»

Swisscom: «Wir drosseln die Leistung nicht»

Was ist die Ursache? «Offenbar verhindert Swisscom den reibungslosen Zugang zu Netflix-Angeboten, um das eigene IP-TV-Produkt zu schützen», vermutet Ralph W. aus Schüpfen. Swisscom widerspricht und ortet die Schuld bei Netflix: «Wir erhalten seit vergangener Woche die Netflix-Daten nicht mehr in ausreichender Qualität», sagt Swisscom-Sprecher Armin Schädeli zum Konsumentenmagazin «Espresso» von Radio SRF 1.

Zahlreiche verärgerte Kundinnen und Kunden äussern gegenüber «Espresso» den Verdacht, Swisscom drossle bewusst die Leistung von Netflix. Dazu sagt der Swisscom-Sprecher: «Das ist überhaupt nicht der Fall. Wir drosseln die Leistung von niemandem. Am Anfang gab es ja auch überhaupt keine Probleme mit Netflix. Diese gibt es erst, seit Netflix seine Daten nicht mehr via Deutsche Telekom an uns liefert, sondern über andere, kleinere Anbieter.»

Netflix: «Arbeiten an einer Lösung»

Von Netflix war zunächst keine Stellungnahme zu bekommen. Ein Mitarbeiter des Kundendienstes sagte gegenüber «Espresso» jedoch, man kenne das Problem. Es betreffe ausschliesslich Swisscom-Kunden. Und es gebe Indizien dafür, dass irgendwo eine Drosselung der Leistung stattfinde.

Unterdessen hat Netflix offiziell reagiert und lässt über einen Sprecher ausrichten: «Netflix und Swisscom arbeiten an einer technischen Lösung, um die Netflix-Erfahrung für unsere gemeinsamen Kundinnen und Kunden zu verbessern. Dies sollte bald umgesetzt sein und ein viel besseres Streaming-Erlebnis für Netflix-Mitglieder über das Swisscom-Netzwerk ermöglichen.»

Swisscom und Netflix sind im Video-Streaming-Markt direkte Konkurrenten. Während Netflix international bei den Onlinevideotheken zu den Spitzenreitern gehört, bietet Swisscom in der Schweiz mit seinem Internetangebot «Swisscom TV 2.0» ebenfalls kostenpflichtig TV-Serien und Filme.

Video
Netflix Schweiz: Was die «Fernsehrevolution» wirklich taugt
Aus Kassensturz vom 23.09.2014.
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47 Kommentare

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  • Kommentar von Carlos Diener , Winterthur
    Das Netflix Video am Schluss ist nicht aktuell. Nutze seit einer Weile Netflix und die Auswahl an Serien ist deutlich grösser. Apropos wer Schuld ist ... Alleine die Tatsache, dass Netflix nichts von einem schlechten Service hat, liegt die Vermutung nahe, dass es nicht an Netflix liegt. Wenn ein grosser Anbieter mit viel KnowHow über lange Zeit eine schlechte Performance hat und auf der andere Seite Swisscom mit einer 2:1 Peering Politik steht, muss man sich nicht fragen, wo das Problem liegt.
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  • Kommentar von Jamin Salzmann , Frauenfeld
    "Die Situation ist unklar" Die Situation ist nicht unklar. Swisscom setzt keinen (gratis!) Cacheserver von Netflix ein und möchte doppelt (Netflix und Swisscom Kunde) kassieren. Ähnliche Situation in den USA. Da die Betreiber dort ein Monopol haben (vielerorts ist ein Internetanschluss nur von einem Anbieter möglich) musste sich Netflix erpressen lassen und bezahlen. Bei uns wird sich Netflix nicht erpressen lassen. Am besten wechselt man zu einem Anbieter, der zur Netzneutralität steht.
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  • Kommentar von Andi Moser , Bern
    Es gibt einen funktionierenden Work-Around für Swisscom Kunden, der "Trick" liegt wohl darin einen anderen DNS zu wählen, ich musste zusätzlich IPv6 abschalten. Ist natürlich keine dauerhafte Lösung, in der Pflicht sehe ich die Swisscom.
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