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Ein Postauto steht an einer Haltestelle.
Legende: Seit dem Fahrplanwechsel halten die Postautos noch nicht überall, wo sie sollten. Keystone
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Umwelt und Verkehr Postauto-Fahrplan funktioniert nicht

Die Schweiz ist stolz auf ihren öffentlichen Verkehr und das ausgeklügelte Fahrplan-System. Nun zeigt sich bei einer Postautolinie, dass der Fahrplan untauglich ist. Und eine Ersatzlösung ist noch schlechter. «Espresso» fragt: Wie kann das passieren?

Es passiert selten. Und doch kommt es bei der jährlichen Anpassung des Fahrplans zu Problemen. Bei der aktuellen Ausgabe sorgt der Postautokurs 725 für Unmut in der Ostschweiz.

Der Bus verbindet Gossau mit Wil und hält seit Dezember neu auch in Niederhelfenschwil (SG). Für die Bewohner dieses Dorfes ein Segen, denn viele pendeln über Gossau und Wil zur Arbeit.

Postauto steckt im Stau

Nun hatte der 725-er aber vom ersten Tag an Verspätung. Die Busse blieben im Stossverkehr stecken, Pendler verpassten Bahnanschlüsse. Postauto Ostschweiz änderte daraufhin am Montag den Fahrplan und schickte die Pendler mit anderen Postautokursen über andere Strecken zur Arbeit. Dies funktionierte nun während der Stosszeiten. Nur gab es plötzlich am Nachmittag ein mehrstündiges Fahrplan-Loch. Die Reise von Niederhelfenschwil in andere Ortschaften war mit dem ÖV schlichtweg nicht mehr möglich.

Wer ist für diese Fehlplanung verantwortlich? «Wir nicht», heisst es bei Postauto Schweiz auf Anfrage des Konsumentenmagazins «Espresso» von Radio SRF 1. Die Fahrpläne würden in den Regionen gemacht. «Espresso» fragt daher beim Leiter der Postauto-Region Ostschweiz nach, bei Walter Schwizer. Er erklärt, Postauto Ostschweiz habe am 15. Dezember den grössten Fahrplanwechsel vollzogen. 70 von 110 Postauto-Linien wurden geändert. Eine Riesen-Veränderung.

Schon Test zeigte: Es wird knapp

Schon bald stellte sich heraus, dass in Niederhelfenschwil der Fahrplan nicht eingehalten werden konnte. Und Walter Schwizer gibt zu, dass sich dies schon vor dem Fahrplanwechsel abgezeichnet hatte: «Wir haben in der Stosszeit eine Testfahrt gemacht. Und da hat sich gezeigt, dass es sehr knapp werden würde.»

Postauto Ostschweiz ergriff zusammen mit der Gemeinde Notmassnahmen. «Und da passierte ein Fehler», sagt Walter Schwizer, «das Resultat war eine Verschlechterung und dafür entschuldige ich mich.» Man nehme nun einen weiteren Anlauf. Auf den 17. Februar werde es einen verbesserten Fahrplan geben. Bis dann müssen die Niederhelfenschwiler wieder nach der alten Version fahren – bei der das Postauto im Stau stecken bleibt.

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