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Umwelt und Verkehr Schwarzweiss im Trend auf Schweizer Strassen

Bei Autos stehen Schweizerinnen und Schweizer auf Graustufen: Grau ist die häufigste Farbe, weiss legt laufend zu, und auch schwarz ist sehr beliebt. Die Scheu vor Buntfarben hat auch finanzielle Gründe. Ein Experte gibt Tipps zur Farbwahl.

Legende: Audio Schwarzweiss im Trend auf Schweizer Strassen abspielen. Laufzeit 1:31 Minuten.
1:31 min, aus Espresso vom 23.02.2015.

Mehr als ein Drittel aller Autos in der Schweiz sind grau. Und letztes Jahr kamen nochmals viele neue graue Fahrzeuge dazu: 29 Prozent der neu zugelassenen Autos waren grau, darauf folgen weiss (27,4 Prozent) und schwarz (25,1 Prozent). Der Trend geht laut dem Bundesamt für Statistik deutlich hin zu weissen Fahrzeugen. Diese machten noch 2007 erst knapp fünf Prozent der Neuwagen aus. Weshalb sind Schweizerinnen und Schweizer bei der Autofarbe nicht mutiger?

Säulendiagramm Autofarben.
Legende: Schweizer stehen eindeutig nicht auf bunt. BFS

«Da kann es auch violett sein»

Wer ein Auto zehn Jahre fahren wolle, könne durchaus eine freche, knallige Farbe wählen, sagt der Zürcher Autohändler Marco Belfanti: «Dann kann das Auto auch violett sein, weil es am Schluss sowieso nicht mehr viel Wert hat.» Wenn man ein Auto dagegen nach einigen Jahren wieder verkaufen wolle, sei Zurückhaltung angebracht.

Tipp: schwarz oder silber

Gerade bei teureren Modellen lohne es sich, eine Farbe zu wählen, für die es beim Wiederverkauf eine Nachfrage gebe, sagt Marco Belfanti. Und welche Farben sind das? Belfanti, der auch dem europäischen Verband der unabhängigen Autohändler vorsteht: «Da würde ich heute bei teureren Autos sagen: schwarz oder silber mit Sandtönen, mit leichten Farbakzenten, wenn die Sonne darauf scheint.» Bei Kleinwagen liege Knalliges dagegen drin: «Da darf es lustig sein.»

6 Kommentare

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  • Kommentar von Christine Hutter, 8630 Rüti
    Wir Schweizer haben es schon nicht so mit den Farben. Schade. Alles ist grau/weiss/schwarz. Im Winter oft der Himmel, die Häuser, unsere Kleidung, die Strassen und Autos. Wenn man sich vorstellt die Autos wären alle bunt wie auf dem kleinem Bild oben, wäre das nicht schön? Farben drücken Lebensfreude aus ;-) Aber klar, nur ja nicht auffallen. Wer will schon ein bunter Hund sein. Dabei wäre es grad auf der Strasse wichtig gesehen zu werden....nicht um anzugeben, sondern um Unfälle zu verhüten.
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  • Kommentar von Tinu, Thun
    Ich meinerseits bin nicht bereit für Autos aus der "Normalverbraucher-Klasse" auch nur einen müden Rappen Aufpreis für Farbe zu bezahlen - wenn ich bedenke, wie wenig unser Auto nach 10 Jahren noch an Wert hat, das ursprünglich 38000.- gekostet hat. Man kann ja nicht mal mehr von Wert sprechen ... Aber stören tut mich das eigentlich nicht, denn so können wir das Auto als das gebrauchen wofür es gedacht ist - nämlich als zweckmässiger Gebrauchsgegenstand.
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  • Kommentar von Dieter Geismann, D-71101 Schönaich
    Wer will schon mit einer Farbe, die ihm nicht gefällt, 5 Jahre fahren? Daher sollte man sich die Farbe kaufen die einem gefällt - oder die, die keinen Aufpreis kostet. Das tun viele, daher z.Zt. das viele "Weiss". Das wird sich ändern, sobald alle Hersteller auch dafür einen Aufpreis verlangen. Unverschämt finde ich, dass Mazda bei seinem Modell 2 jetzt 750 € Aufpreis für Rubin Rot verlangt. Dazu muss man wissen, das 50% der Mazda´s in dieser Farbe ausgeliefert werden.
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