Schwarzweiss im Trend auf Schweizer Strassen

Bei Autos stehen Schweizerinnen und Schweizer auf Graustufen: Grau ist die häufigste Farbe, weiss legt laufend zu, und auch schwarz ist sehr beliebt. Die Scheu vor Buntfarben hat auch finanzielle Gründe. Ein Experte gibt Tipps zur Farbwahl.

Mehr als ein Drittel aller Autos in der Schweiz sind grau. Und letztes Jahr kamen nochmals viele neue graue Fahrzeuge dazu: 29 Prozent der neu zugelassenen Autos waren grau, darauf folgen weiss (27,4 Prozent) und schwarz (25,1 Prozent). Der Trend geht laut dem Bundesamt für Statistik deutlich hin zu weissen Fahrzeugen. Diese machten noch 2007 erst knapp fünf Prozent der Neuwagen aus. Weshalb sind Schweizerinnen und Schweizer bei der Autofarbe nicht mutiger?

Säulendiagramm Autofarben. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Schweizer stehen eindeutig nicht auf bunt. BFS

«Da kann es auch violett sein»

Wer ein Auto zehn Jahre fahren wolle, könne durchaus eine freche, knallige Farbe wählen, sagt der Zürcher Autohändler Marco Belfanti: «Dann kann das Auto auch violett sein, weil es am Schluss sowieso nicht mehr viel Wert hat.» Wenn man ein Auto dagegen nach einigen Jahren wieder verkaufen wolle, sei Zurückhaltung angebracht.

Tipp: schwarz oder silber

Gerade bei teureren Modellen lohne es sich, eine Farbe zu wählen, für die es beim Wiederverkauf eine Nachfrage gebe, sagt Marco Belfanti. Und welche Farben sind das? Belfanti, der auch dem europäischen Verband der unabhängigen Autohändler vorsteht: «Da würde ich heute bei teureren Autos sagen: schwarz oder silber mit Sandtönen, mit leichten Farbakzenten, wenn die Sonne darauf scheint.» Bei Kleinwagen liege Knalliges dagegen drin: «Da darf es lustig sein.»

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