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Wohnen Gute Erfahrung mit Formularpflicht

Was der Bundesrat für alle Kantone will, ist im Kanton Zug seit 1992 üblich: Vermieter müssen bei einem Wohnungswechsel den bisherigen Mietzins bekannt geben und allfällige Erhöhungen begründen. Im Kanton Zug sind Vertreter der Vermieter und Mieter mit der Praxis grundsätzlich zufrieden.

umzug
Legende: Keystone

Ob die Formularpflicht tatsächlich dazu beiträgt, dass die Mieten nicht ins Unermessliche steigen, sei fraglich. Das sagt Urs Bertschi, Co-Präsident des Zuger Mieterverbands gegenüber «Espresso»: «Die Offenlegung des bisherigen Mietzins ist aber zumindest ein Hilfsmittel, das Transparenz schafft.» Allerdings brauche es schon Überwindung für einen Mieter, gleich in den ersten 30 Tagen eines Mietverhältnis dem Vermieter die rote Karte zu zeigen. So erklärt sich Bertschi, dass in den letzten Jahren nur wenige Fälle tatsächlich vor der Schlichtungsstelle gelandet sind.

Ärgerlich: Formulare nicht ausgefüllt

Beim Mieterverband des Kantons Zug sehe man immer wieder Formulare, die seitens der Vermieter mangelhaft ausgefüllt seien. Laut Urs Bertschi fehlen teilweise die Begründungen für eine Mieterhöhung völlig. Ein klarer Vorwurf an die Seite der Vermieter.

«Transparenz ist wichtig »

Der Hauseigentümerverband Zugerland bedauere solche Fälle und könne sie auch nicht ganz ausschliessen, erklärt der Geschäftsführer Alain Fuchs. «Transparenz ist wichtig, und ich finde das absolut korrekt, dass man dem Mieter den Anfangsmietzins mitteilt», stellt Alain Fuchs klar. Und er ermutigt Mieter, sich auch aktiv nach einer Begründung für eine Mieterhöhung zu erkundigen, wenn eine solche fehle.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Brigitte Fölmli, Zug
    Im Kanton Waadt wir der alte Mietzins schon seit einiger Zeit offengelegt und somit kann bekanntlich der neue innert 3o Tagen angefechtet werden. Bekanntlich ist die Asloca sehr aktiv und macht alles, was gegen die Vermieter geht. Selber erlebt betreffend Eigenbedarf. Das Mietgericht verlangte sogar Steuerausweise und Auszüge aus dem Grundbuch der Eigentümerschaft.
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  • Kommentar von Othmar Baumann, Gais
    Wenn ein Hauseigentümer langjährigen Mietern, aus welchen Gründen auch immer, die möglichen Mietzinserhöhungen nicht verrechnet hat, ist es durchaus möglich dies bei einer Neuvermietung nachzuholen. Das vom Bundesrat S-A vorgeschlagene Formular ist Augenwischerei im Hinblick auf die Abstimmung zur Masseneinwanderung. Nur ihre Annahme löst das Wohnungsproblem nachhaltig, denn rund 35'000 Wohnungen gehen dann nicht jährlich an Einwanderer; Züge und Strassen werden nicht noch mehr verstopft, usw.
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    1. Antwort von Heiner Zumbrunn, 8404 Winterthur
      Sehr geehrter Herr Baumann, in Gais gibt es vermutlich weder volle Züge noch zu wenige Wohnungen. Sie leiden unter etwas, was Sie von Herr TB oder Herrn CB glauben gehört zu haben, darunter zu leiden. Sind Züge leer steigen die Fahr-Kosten, sind Wohnungen leer, werden weniger gebaut - und es gibt Arbeitslose. Und niemand pflegt ältere Mitmenschen in Pflegeheimen, weil diese ausländischen Fachkräfte nicht mehr in die Schweiz dürften. Das ist sicher der Blick, der nahe an die Wahrheit kommt.
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  • Kommentar von O. Baumann, Gais
    Wenn ein Hauseigentümer z.B. bei langjährigen Mietern, aus welchen Gründen auch immer, die möglichen Mietzinserhöhungen nicht belastet hat, bedeutet dies auf keinen Fall, dass er dies bei einer Neuvermietung nicht nachholen darf. Das vom Bundesrat vorgeschlagene Formular zur Deklaration der bisherigen Miete ist unwirksame Augenwischerei im Hinblick auf die Abstimmung zur Masseneinwanderung. Nur ihre Annahme kann das Lose der Mieter nicht weiter verschlechtern, nebst vielen andern Vorteilen!
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