Todesanzeige teurer als Erotikinserat

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  • Todesanzeige teurer als Erotikinserat

    Todesanzeigen gehen ziemlich ins Geld: Bei grossen Schweizer Zeitungen variieren die Preise zwischen 800 und 2'100 Franken, wie ein Preisvergleich von «Espresso» zeigt. Erstaunliches ergab ein Blick in die Internet-Tarifliste des Winterthurer Landboten: Dort waren Erotikinserate (Fr. 1.26/mm) rund ein Drittel günstiger als Todesanzeigen (Fr. 1.84/mm)!

    «Das ist ein Fehler!», sagt Landbote-Verlagsleiter Markus Wenger auf Anfrage von «Espresso». Beim Wechsel von Zeilen- auf Millimeterpreise habe man bei den Erotikinseraten versehentlich einen falschen Tarif publiziert. Dies werde nun aber korrigiert, so dass die Todesanzeigen nicht mehr teurer seien als Erotikinserate. In der Regel kostet bei einer Zeitung eine Todesanzeige etwa gleich viel wie ein Rubrikeninserat. Dies, obwohl hinter einer Todesanzeige ja keine Werbeabsicht steckt und die Angehörigen bis zu einem gewissen Grad gezwungen sind, die Todesanzeige in einer bestimmten Zeitung aufzugeben.

    Magnus Renggli / Oliver Fueter

  • «Espresso»-Held Nr. 5 ist der Klettverschluss

    Dahinter steckt ein Schweizer Erfinder. George de Mestre wurde durch Waldspaziergänge mit seinem Hund für seine Erfindung inspiriert. Zuhause musste er jeweils seinen Vierbeiner von hartnäckigen Kletten befreien, die im Fell haften blieben.

    Es musste doch möglich sein, einen Verschluss zu erfinden, der diese Eigenschaft hat. 9 Jahre lang pröbelte er herum, bis es ihm gelang, auf Nylonbasis das Prinzip aus der Natur zu kopieren. Mitte der 1950er Jahr wurde der Klettverschluss serienmässig produziert.

    Martina Schnyder

  • Wie Hunde fliegen

    Jewel und Perro sind zwei 6-jährige Hunde. Sie reisen von Zürich mit dem Flugzeug nach Chicago zu ihren Besitzern. «Espresso» hat die beiden Hunde vom Check-in bis zum Abflug begleitet.

    Da die Besitzer bereits in ihre Heimat Amerika zurückgekehrt sind, holt Marcel Brozius von der auf internationale Tiertransporte spezialisierten Firma ACE Pet Moving die beiden Hunde im Tierheim ab und bringt sie zum Flughafen. Er beschriftet die Transportkisten, legt die notwendigen Dokumente und Impfausweise bei und beschriftet die Transportbox mit Namen der Tiere, Bestimmungsort und Adresse der Besitzer.

    Bevor die Hunde in die Tierstation des Flughafens gebracht werden, geht Marcel Brozius mit ihnen noch ein letztes Mal Gassi. Zu fressen gibt es für die Hunde nichts mehr, sie erhalten nur gefrorenes Wasser, dass während der Reise auftaut. «Wir empfehlen den Besitzern, den Tieren ja kein Beruhigungsmittel zu geben. Dies kann sich nämlich negativ auf den Kreislauf des Tieres auswirken», sagt Brozius.

    Nicole Roos