Unsere Daten: Besser geschützt (zumindest ein bisschen)

Beiträge

  • Unsere Daten: Besser geschützt (zumindest ein bisschen)

    Das Internetportal Moneyhouse darf auch weiterhin private Daten publizieren, selbst wenn diese in anderen Verzeichnissen bereits gelöscht sind. Der eidgenössische Datenschützer konnte dies vor Bundesverwaltungsgericht nicht verhindern. Einen kleinen Teilerfolg feierte er dennoch.

    Das Gericht wies nämlich Moneyhouse dazu an, die Daten schneller zu löschen, falls eine Privatperson dies wünsche. Bislang standen die Daten nämlich, trotz Löschaufforderung, zum Teil noch mehrere Tage und Wochen auf dem Internet. Dies geht nun nicht mehr, innerhalb eines Arbeitstages muss der Anbieter der Aufforderung nachkommen.

    Simon Thiriet

  • Der letzte Wille im Krankenbett

    Welche medizinsche Behandlung wünscht sich ein Patient, der seinen Willen nicht mehr äussern kann? Eine schriftliche Patientenverfügung trägt bei schwierigen Entscheidungen zur Klärung bei.

    Ab 2013 kann man auch eine Vertrauensperson bestimmen, die einen bei medzinischen Entscheidungen vertritt.

    Kann ein Patient oder eine Patientin nicht mehr selbst urteilen, bespricht die von ihm bestimmte Vertrauensperson die medizinschen Massnahmen mit dem behandelnden Arzt und entscheidet im Namen des Patienten. Die Vertretung muss den Patienten und seine Grundhaltung also sehr gut kennen. Und nicht nur das: Wichtig sei auch der Charakter, sagt Daniela Ritzenthaler von der Ethik-Organisation «Dialog Ethik»: «Es ist sehr belastend, für einen Menschen, den man gern hat, solch schwerwiegende Entscheidungen zu treffen.» Um Vertrauenspersonen, Ärztinnen und Ärtzen medizinische Entscheidungen möglichst zu erleichtern, solle man möglichst klare Anweisungen in einer Patientenverfügung festhalten.

    Tobias Fischer

  • «Ich will meine Lampe zurück!»

    «Espresso»-Hörer Hermann Bösch besitzt eine alte, schöne Hängelampe. Nach seinem Umzug konnte er sie nicht mehr gebrauchen und wollte die Lampe über einen Antiquitätenhändler verkaufen. Anstatt dies zu tun, hat der Händler die Lampe jedoch bei sich zuhause aufgehängt.

    Nun will er sie nicht mehr herausrücken, ausser Hermann Bösch bezahlt den Aufwand für das Abmontieren.

    Laut Rechtsexpertin Doris Slongo gehört die Lampe nach wie vor Hermann Bösch und er kann sie jederzeit zurückfordern. Der Antiquitätenhändler hatte kein Recht, die Lampe für sich zu beanspruchen. Deshalb muss Hermann Bösch auch allfällige Kosten für das Abmontieren nicht übernehmen.

    Matthias Schmid

  • Gabriela Baumgartner neue Rechtsexpertin

    Die neue Rechtsexpertin von «Kassensturz/Espresso» heisst Gabriela Baumgartner. Sie wird ab August eigene Geschichten recherchieren, beantwortet Rechtsfragen aus dem Publikum und steht als Rechtsexpertin der Redaktion zur Seite.

    Gabriela Baumgartner arbeitete als Juristin und Redaktorin für das Beobachter-Beratungszentrum und zuvor als Redaktorin beim «Tages Anzeiger». Sie trat als juristische Expertin im DRS3-Ratgeber auf und in der Sendung «Quer» des Schweizer Fernsehens in der Rubrik «So nicht!».

    Nach einer kaufmännischen Ausbildung absolvierte die 49-Jährige auf dem zweiten Bildungsweg die Matura. Anschliessend studierte sie Rechtswissenschaften an der Universität Zürich. Im Rahmen eines Nachdiplomstudiums an der Universität Bern spezialisierte sich Gabriela Baumgartner auf den Gebieten Arbeits-, Konsum- und Gesundheitsrecht.

    Philip Kempf