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Umwelt und Verkehr Upgrade-Auktionen für Flüge: Die Airline gewinnt immer

Immer mehr Airlines vergeben freie Business-Class-Sitze dem Meistbietenden. Sie veranstalten Online-Upgrades für Economy-Passagiere. Mit Glück ergattert man sich ein Schnäppchen. Für die Airline rechnet sich das Angebot so oder so.

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Legende: Auf der Webseite der Airline können Reisende mit einem Regler anzeigen, was Ihnen das Upgrade Wert ist. zvg

«Ihre Chance auf ein Swiss-Business-Upgrade» - so und ähnlich taucht das Angebot, sich an der Auktion zu beteiligen, bei der Economy-Buchung auf dem Bildschirm des Passagiers auf. Er kann sein Gebot dann abgeben und wird zwei bis drei Tage vor dem Abflug darüber informiert, ob er den Zuschlag bekommt oder nicht.

Es ist also eine Art «E-Bay in der Luft». Anders als bei E-Bay, Ricardo und anderen Online-Auktionen, ist der aktuelle Stand der Gebote allerdings verdeckt. Man sieht also nicht, wo man mit dem eigenen Gebot steht. Der Passagier zockt ins Blaue hinaus.

Bei Swiss nur auf Langstrecken-Flügen

Immer mehr Airlines haben in den letzten Jahren diese Upgrade-Auktionen eingeführt, alles in allem sind es zurzeit etwa 20. Wieviele Business-Class-Plätze, auf welchen Fluglinien in eine Auktion kommen, das hänge von verschiedenen Faktoren ab, erklärt Swiss-Sprecherin Meike Fuhlrott gegenüber dem Konsumentenmagazin «Espresso» von Radio SRF 1. Route, Nachfrage und Auslastung spielten eine Rolle. «Am Ende entscheidet aber vor allem der Fluggast selber, was ihm ein Upgrade wert ist.»

Bei der Swiss etwa sind es auch nur die Langstrecken-Flüge, die unter den virtuellen Hammer kommen. Anders als etwa bei den Austrian Airlines oder der skandinavischen SAS.

Keine Transparenz über Mehreinnahmen

Swiss hält sich bedeckt bezüglich der Zahlen, wie gut diese Auktionen laufen. Nur so viel: «Das Angebot kommt sehr gut an.» Bei den Austrian Airlines ist man weniger zurückhaltend: Im letzten Jahr hätten 46‘000 Passagiere mitgeboten, so Sprecherin Sandra Bjielic. Jeder Dritte habe den Zuschlag für ein Upgrade gekriegt.

Wie gross die Mehreinnahmen für die Airlines aus diesen Upgrade-Auktionen sind, darüber wollte keine der angefragten Airlines Auskunft geben.

Ein Preisvergleich vor dem Mitbieten lohnt sich aber in jedem Fall. Unter Umständen ist ein reguläres Business-Class-Ticket am Ende günstiger als der Preis, den man beim siegreichen Mietbieten bezahlt. Beispiel: Ein Flug von Zürich nach Dubai mit Swiss im Herbst. Hier liegt das Mindestgebot bei etwas mehr als 1000 Franken, das höchstmögliche Gebot bei rund 3300 Franken. Andere Airlines bieten reguläre Tickets für 2100 Franken an.

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