Wer bezahlt den Schaden auf der Probefahrt?

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  • Wer bezahlt den Schaden auf der Probefahrt?

    Auf einer Probefahrt mit einem Neuwagen passierte «Espresso»-Hörer Fritz Iseli ein Missgeschick: Während er den Rückwärtsgang suchte, rollte das Auto gegen einen Pfosten. Resultat: Ein Fahrzeugschaden von 1'300 Franken. Vor Probefahrten lohnt es sich, die Versicherungsfragen zu klären.

    Sach- und Personenschäden an Dritten auf einer Probefahrt sind durch die Motorfahrzeugversicherung abgedeckt, erklären der Schweizerische Versicherungsverband SVV und die Rechtsschutzversicherung Assista des TCS. Diese läuft auf den Halter des Fahrzeugs, in diesem Fall die Garage. Zudem haben Autohändler für ihre Vorführfahrzeuge in der Regel eine Vollkasko-Versicherung abgeschlossen, meistens jedoch mit einem Selbstbehalt von 1'000 bis 2'000 Franken. Diesen können die Autohändler dem Kunden verrechnen, der am Steuer sass. Allenfalls kann der Verkäufer noch weitere Kosten in Rechnung stellen, beispielsweise einen Bonusverlust bei der Versicherung.

    Oliver Fueter

  • Probefahrt: Darauf sollte man achten

    Ein glänzender Neuwagen, ein tolles Fahrgefühl, ein geschulter Verkäufer auf dem Beifahrersitz: Wie kann man vermeiden, dass man sich auf einer Probefahrt blenden lässt? Niklaus Zürcher, Direktor des Automobilclubs ACS, gibt Tipps.

    «Fahren Sie eine Strecke, die sie kennen, und prüfen Sie, ob Sie sich im Auto und mit dessen Bedienung wohlfühlen», sagt Niklaus Zürcher. Die harten Fakten sollte man aus dem Fahrzeugprospekt kennen. Deshalb könne man auch auf spezielle Manöver verzichten. Wer das Auto auf Geräusche und Federung testen wolle, soll eine Strasse mit Kopfsteinpflaster befahren, rät der ACS-Direktor.

    Magnus Renggli

  • Genügt die Postquittung als Beweis?

    «Espresso»-Hörerin Trudi Hunziker und ihr Mann aus Braunau (TG) haben die Rechnung einer Gartenbaufirma fristgerecht auf einer Poststelle einbezahlt. Als eine Mahnung eintraf, schickten Hunzikers eine Kopie der Postquittung.

    Die Gartenbaufirma beharrt jedoch darauf, dass das Geld nicht eingetroffen sei.

    Mittlerweile wurde eine Inkassofirma eingeschaltet, auch diese fordert von Herrn und Frau Hunziker trotz vorhandener Postquittung eine erneute Bezahlung. «Dies kostet uns Zeit und Nerven!» beklagt sich Frau Hunziker. Rechtsexpertin Doris Slongo kann jedoch beruhigen: «Herr und Frau Hunziker haben alles richtig gemacht - die Sache ist für sie erledigt.»

    Matthias Schmid