Werbung: Neue Wege der Manipulation

Werbung ist dann erfolgreich, wenn sie die Menschen möglichst direkt anspricht. Ein neues Computer-Programm erlaubt es, die emotionale Wirkung von Werbung gezielt abzustimmen. Dies wirft Fragen auf.

 

 

Auf dem Weg zum gläsernen Konsumenten

Die Werbe-Industrie versucht mit immer neuen Methoden die Konsumentinnen und Konsumenten zu manipulieren. Es gibt allerdings Grenzen des gesellschaftlich Erträglichen. Der St. Galler Marketing-Professor Christian Belz nimmt Stellung.

«Espresso»-Hörer diskutieren: Werden wir immer mehr manipuliert?

Keine Lohnzahlung: Wie komme ich an mein Geld?

«Espresso»-Hörerin Monika Läderach arbeitet im Stundenlohn. Ihr Chef hat ihr seit mehreren Monaten keinen Lohn mehr ausbezahlt. Laut DRS-Rechtsexpertin Doris Slongo muss Frau Läderach vor Gericht gehen. Hätte sie einen fixen Lohn, könnte sie ihren Arbeitgeber betreiben. Mit einer Anstellung im Stundenlohn ist dies jedoch nicht möglich.

Beiträge

  • Werbung: Neue Wege der Manipulation

    Forscher der ETH Lausanne haben ein Computer-Programm entwickelt, mit dem sich die emotionale Wirkung einer Werbung gezielt messen lässt. Werber hoffen, so Konsumentinnen und Konsumenten direkter zu beeinflussen.

    Das Programm filmt die Mimik von Menschen, die Werbung betrachten. Die Aufnahmen der Mimik lassen sich Emotionen wie Freude, Trauer oder Ärger zuordnen.

    Die Werber erfahren mit dem neuen Verfahren, welche Emotionen durch TV-Spots, Inserate und Plakate ausgelöst werden. Konsumenten können dadurch in der Werbung gezielter angesprochen - und verführt werden, ein bestimmtes Produkt zu kaufen.

    Patrick Mülhauser

  • Auf dem Weg zum gläsernen Konsumenten

    Die Werbe-Industrie versucht mit immer neuen Methoden die Konsumentinnen und Konsumenten zu manipulieren. Dazu gehört etwa das an der ETH Lausanne entwickelte Computer-Programm, welches die Wirkung von Werbung misst.

    Christan Belz, Marketing-Professor an der Universität St.Gallen, zeigt auf, welchen Erfindergeist Werber an den Tag legen, um die Konsumentinnen und Konsumenten immer gezielter emotional anzusprechen. Zudem nimmt er Stellung zur Frage, wo Werbern Grenzen gesetzt werden müssen.

    Felix Münger

  • Keine Lohnzahlung: Wie komme ich an mein Geld?

    «Espresso»-Hörerin Monika Läderach ist im Stundenlohn angestellt. Obwohl ihr Arbeitgeber behauptet, er habe ihre Löhne ausbezahlt, wartet sie seit Monaten vergeblich auf ihr Geld. Nun reagiert ihr Chef auch nicht mehr auf Telefone und Briefe.

    «Wie komme ich an mein Geld?», fragt Frau Läderach.

    Laut DRS-Rechtsexpertin Doris Slongo muss Monika Läderach vor Gericht gehen. Hätte sie einen fixen Monatslohn, könnte sie ihren Arbeitgeber betreiben. Dies ist bei einer Anstellung im Stundenlohn nicht möglich. Ein Gericht muss deshalb die effektive Höhe der ausstehenden Löhne bestimmen und den Arbeitgeber zur Zahlung verpflichten.

    Matthias Schmid