Die letzte Vorstellung

Die letzte Vorstellung

Die Ballettdirektorin Yvonne Beck verletzt sich bei einem Sturz aus dem Bürofenster lebensgefährlich. Wurde sie Opfer eines Verbrechens? Obwohl sie ein unerbittliches Regime führte, herrscht grosse Betroffenheit im Ensemble, insbesondere aber bei Yvonnes jüngerer Schwester Simone.

Ein Unfall, so scheint es anfangs, erschüttert die Düsseldorfer Oper. Yvonne Beck, einst gefeierte Primaballerina und nun Ballettdirektorin, ist aus dem Fenster ihres Büros im oberen Stockwerk gestürzt und schwer verletzt worden. Es scheint kaum vorstellbar, dass die selbstbewusste Frau freiwillig in die Tiefe gesprungen ist. In der Tat deuten Spuren am Fensterrahmen und die ungewöhnliche Unordnung in Yvonnes Büro auf einen zuvor stattgefundenen Kampf hin. Hauptkommissar Stolbergs erste Befragungen vor Ort ergeben rasch, dass das Opfer, das seine Tänzer und Tänzerinnen mit einem harten und unerbittlichen Regiment führte, nicht nur Bewunderer hatte.

Trotz des schwierigen Charakters von Yvonne Beck wirken sämtliche Mitarbeitenden, darunter auch Tänzerin Jana Gutsch, sehr betroffen über den dramatischen Vorfall, der ihrer künstlerischen Leiterin widerfahren ist. Am schockiertesten allerdings scheint Yvonnes Schwester Simone zu sein. Seit dem frühzeitigen Unfalltod ihrer Eltern hatte Yvonne sich um die jüngere Schwester gekümmert. Auch Simone arbeitet an der Oper, als Maskenbildnerin. Sie steht kurz vor der Hochzeit mit Philip Schröder, einem Balletttänzer des Ensembles. Doch hinter der Fassade der Schwesternbeziehung spürt Stolberg Missklänge, nicht zuletzt, weil der gerne bevormundenden Yvonne die Liebe zwischen Simone und Philip ein Dorn im Auge war. Aus Neid?