100 Jahre Salzburger Festspiele

  • Montag, 10. August 2020, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 10. August 2020, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Montag, 10. August 2020, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Unter besonderen Vorzeichen feiert Salzburg das 100jährige Bestehen seiner Festspiele. Was 1920 als «Festspiele für alle» begonnen hat, steht 2020 nicht vor seiner ersten Krise. Wie führt der aktuelle Intendant Markus Hinterhäuser die Festspiele im 21. Jahrhundert?

Mit Richard Strauss «Elektra» und mit «Zden?k Adamec», Peter Handkes Stück über einen jungen Mann, der sich aus Protest öffentlich in Prag verbrannte, stehen zwei Figuren am Beginn dieser Festspiele, deren verletztes Gerechtigkeitsgefühl nur den eigenen Tod als Ausweg kennt. Geballte Programmatik statt blosses Amüsement - so zeigt Intendant Markus Hinterhäuser, wie ernst er es mit seinen Festspielen meint.

Wir blicken auf diese beiden Auftaktspremieren und befragen das Modell Hinterhäuser. In einer klingenden Zeitreise führen wir tief in die Geschichte der Salzburger Festspiele, beleuchten den schwierigen Anfang, die Zeit während des so genannten Anschlusses Österreichs an Nazideutschland und vermeintliche Glanz- wie echte künstlerische Höhepunkte danach.

Und die Schweizer und Schweizerinnen? Auch sie spielen in Salzburg eine Rolle. Die Sopranistin Regula Mühlemann etwa, die diesen Sommer einen erneuten Auftritt mit Mozart in Salzburg gehabt hätte.

Beiträge

  • 100 Jahre Festspiele für und mit «Jedermann»

    Die Salzburger Festspiel-Präsidentin Helga Rabl-Stadler wiederholte während der Corona-Krise schon fast mantramässig: «Wir werden auch heuer die Salzburger Festspiele durchführen.» Und recht hat sie behalten.

    Auch vor 100 Jahren war es schon einmal so: Der Erste Weltkrieg war zu Ende, die österreichische Monarchie lag in Trümmern, den Menschen ging es schlecht. Brot wäre angesagt gewesen, Spiele sicher nicht. Aber genau in diesem Moment beginnt die Geschichte von «Jedermann» auf dem Domplatz und von den Salzburger Festspielen.

    Gabriela Kägi

  • Mit Regula Mühlemann in Salzburg

    Regula Mühlemann, die Sopranistin aus Luzern, ist in Salzburg angekommen. Gerade einmal 26-jährig, debütierte sie als Papagena in «Der Zauberflöte Zweiter Teil» des Komponisten Peter von Winter. Es folgte ein Auftritt als Susanna in Le Nozze di Figaro bei den Salzburger Mozartwochen.

    Bei den diesjährigen Sommerfestspielen hätte sie die Pamina in Mozarts Zauberflöte gesungen. Ein Gespräch mit der Sopranistin über die Magie eines Ortes, der Musik atmet, über das Sehen und Gesehen-Werden in Salzburgs Gassen und über einen Beruf, der Schüchternheit nicht zulässt.

    Silvan Moosmüller

Autor/in: Benjamin Herzog, Gabriela Kägi, Andreas Klaeui, Silvan Moosmüller, Moderation: Brigitte Häring, Redaktion: Dagmar Walser