Alchemie – Von der Magie zur Wissenschaft

  • Mittwoch, 15. Januar 2020, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 15. Januar 2020, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 15. Januar 2020, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Alchemie – das steht für Mystik, für Geheimnisse. Alchemie steht für Goldmachen und die Suche nach dem Stein der Weisen, nach der magischen Substanz die Metalle verwandeln kann. Alchemie steht für eine Wissenschaft die noch keine ist. Doch ohne Alchemie wäre die moderne Chemie nicht denkbar.

Wer waren diese Menschen, die über hunderte von Jahren geheime Rezepte aufgeschrieben haben – und die trotz ihrer erfolglosen Suche nach Gold und Macht, die Wissenschaft doch Stück für Stück voranbrachten?

Alchemie, das war aber auch Handwerk, war auch Kunst. Sie bedingte eine hohe Fingerfertigkeit des Alchemikers und profunde Naturkenntnisse. Die Bereitschaft von einigen, sich auf neue Ideen einzulassen brachte schliesslich den Wandel, weg von der Zauberei, hin zur modernen Naturwissenschaft, der Chemie.

Und dann gibt es noch den berühmten Schweizer Alchemiker und Arzt: Paracelsus. Er ist eine interessante Figur des langsamen Übergangs: Noch stark im alten Denken verhaftet, etwa mit seiner Lehre der «Drei Prinzipien». Er wagte sich aber doch auf neue Pfade, und setzte auf Beobachtungen um daraus zu lernen.

Beiträge

  • Alchemie war nicht nur Zauberei

    Wir lesen und analysieren ein originales, 400 Jahre altes alchemistisches Rezept. In Gesprächen mit Historikern wird die Bandbreite der Alchemie aufgezeigt und hinter das Cliché des «Magiers mit Bart und funkelnden Augen» geschaut.

    Anhand der Phlogiston-Theorie wird experimentell im Labor gezeigt, wie Theorien widerlegt werden können. Die Falsifizierung dieser Theorie war wichtig für den Anfang der modernen Chemie.

    (Erstausstrahlung Sommerserie Wissenschaft, 2019)

    Daniel Theis

  • Paracelsus, Schweizer Arzt und Alchemist

    Paracelsus revolutionierte vor 500 Jahren die Medizin, in dem er die Ursachen von Krankheiten nicht mehr nur in «bösen Geistern» oder ähnlichem vermutete, sondern auf (Natur-) Beobachtungen setzte.

    Gleichzeitig war er noch sehr in der Alchemie verhaftet und führte seine Lehre der «Drei Prinzipien» ein, Schwefel, Quecksilber und Salz.

    Der Schweizer Arzt verbrachte viel Zeit im Ausland, lehrte und praktizierte eine Zeitlang auch in Basel. Wir gehen auf Spurensuche, unter anderem an seinem Geburtsort in Egg (SZ).

    Daniel Theis

Autor/in: Daniel Theis, Moderation: Bernard Senn, Redaktion: Sabine Bitter