«Barock – Mon amour»: Wie Lust und Freiheit entstand

  • Freitag, 24. Oktober 2014, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 24. Oktober 2014, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Freitag, 24. Oktober 2014, 18:30 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Der britische Historiker Faramerz Dabhoiwala schildert in einem Buch, wie im 18. Jahrhundert eine neues Verständnis von Sexualität aufkam, von dem vor allem Männer profitierten.

Eine Frau ist mit einer Bodypaintingzeichnung bemalt.
Bildlegende: Lust und Freiheit im Barock: Davon profitierten vor allem die Männer. IMAGO

Jede zweite Ehe wird heute geschieden, uneheliche Kinder sind kein Stein des Anstosses mehr, ebenso wenig wie gleichgeschlechtliche Partnerschaften und flüchtige Sexualkontakte. In der westlichen Welt gilt die Befriedigung sexueller Bedürfnisse als persönliche Angelegenheit und wird höher bewertet als gesellschaftliche oder religiöse Vorgaben.

Diese Freizügigkeit entwickelte sich nicht von heute auf morgen, sondern geht auf die philosophische Aufklärung im 18. Jahrhundert zurück. Der britische Historiker Faramerz Dabhoiwala spricht von der ersten sexuellen Revolution, die zu einer neuen Auffassung von Sexualität führte und in der Kulturgeschichte des Hoch- und Spätbarocks Spuren hinterlassen hat.

Autor/in: Sabine Bitter