© Rembrandt

  • Montag, 11. März 2019, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 11. März 2019, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Montag, 11. März 2019, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Nur wenige Künstler werden beim Vornamen genannt: Leonardo, Tizian, Raffael und Rembrandt. Die Niederlande feiern ihren alten Meister 2019 mit einem Rembrandtjahr. Was seine Kunst ausmacht und warum sie nach wie vor fasziniert – das ist Thema für Kontext.

1669 – vor 350 Jahren - starb Rembrandt. Der grosse Meister, der schon zu Lebzeiten eine Legende geworden war, starb arm, hinterliess jede Menge Schulden und konnte sich nicht einmal ein Grab leisten. Auch wenn sein persönliches Leben von Schicksalsschlägen gezeichnet war, künstlerisch war Rembrandt extrem erfolgreich. Was seinen Erfolg bis heute ausmacht, erläutert Kunstredaktorin Ellinor Landmann im Gespräch mit Monika Schärer.

Und Sie erfahren von drei Männern, die mit dem Rembrandt-Virus infiziert sind: Der führende Rembrandt-Experte Ernst van de Wetering, der niederländische Kunsthändler Jan Six, der zwei bisher unbekannte Rembrandt-Bilder entdeckte, und der Museumsmann Gregor Weber, er leitet die Abteilung der bildenden Künste am Rijksmuseum Amsterdam, dem Museum mit der grössten Rembrandt-Sammlung weltweit.


Beiträge

  • Der Forscher Ernst van de Wetering

    Wenn es um Rembrandt geht, taucht früher oder später sein Name auf. Ernst van de Wetering gilt weltweit als der Rembrandt-Experte schlechthin. Als Leiter des «Rembrandt Research Project» hat er Rembrandts Oeuvre gesichtet und erforscht, welche Kunstwerke tatsächlich von Rembrandts Hand stammen.

    Welche Kriterien dabei relevant sind und welche nicht, darüber gibt der unterdessen achtzigjährige eremitierte Professor Ernst van de Wetering Auskunft.

    Elsbeth Gugger

  • Der Kunsthändler Jan Six

    Rembrandts «Portrait des Jan Six» stammt aus dem Jahr 1654 und zeigt den damaligen Bürgermeister im Freizeitlook. Das Portrait ist nach wie vor im Besitz der alteingesessenen Adelsfamilie, die jeden Erstgeborenen auf den Namen Jan tauft.

    Inzwischen gibt es 12 Generationen. Jan Six, der Elfte, ist vom Rembrandt-Virus infiziert, wie kaum ein anderer. Er ist Kunsthändler und hat als erst 40-Jähriger bereits zwei echte Rembrandts entdeckt. Wie das geht, davon berichtet der Kunsthändler Jan Six.

    Elsbeth Gugger

  • Der Museumsmann Gregor Weber

    Das Rijksmuseum in Amsterdam besitzt die weltweit grösste Sammlung von Rembrandt-Werken. Zum Rembrandtjahr zeigt das Haus, was es hat, und nennt die phänomenale Ausstellung «Alle Rembrandts».

    Zu sehen ist dort auch, wie besessen Rembrandt seine grafischen Werke überarbeitete, um sie weiter zu verbessern.

    Über die Erfolgsrezepte des nie zufriedenen Rembrandt spricht Gregor Weber, Leiter der Abteilung der bildenden Künste am Rijksmuseum Amsterdam.

    Ellinor Landmann

Autor/in: Elsbeth Gugger, Ellinor Landmann, Moderation: Monika Schärer, Redaktion: Anna Jungen