Do it yourself – Basteln als politischer Aktivismus

  • Donnerstag, 30. August 2012, 9:06 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 30. August 2012, 9:06 Uhr, DRS 2
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 30. August 2012, 18:30 Uhr, DRS 2
    • Donnerstag, 30. August 2012, 23:33 Uhr, DRS 4 News
    • Freitag, 31. August 2012, 2:33 Uhr, DRS 4 News
    • Freitag, 31. August 2012, 5:33 Uhr, DRS 4 News

Handarbeit ist heute mehr als Mützen häkeln oder Vogelhäuschen zimmern, es ist eine ernstzunehmende Bewegung geworden: Do it yourself, kurz DIY. Einigen macht Selbermachen einfach Spass, viele handwerkeln aber aus einem politischen Bewusstsein heraus.

Das Häkelobjekt: Regula Michell und Meret Wandeler häkeln zehn Jahre lang jeden Monat an einem anderen Ort im öffentlichen oder privaten Raum.
Bildlegende: Das Häkelobjekt: Regula Michell und Meret Wandeler häkeln zehn Jahre lang jeden Monat an einem anderen Ort im öffentlichen oder privaten Raum. Häkelobjekt

DIY ist eine Bewegung, in der Menschen, vor allem Frauen, Möbel, Kleider und vieles mehr selber herstellen oder recyceln. Handarbeit, die klassische Beschäftigung einer Hausfrau, wird von ihrem muffigen Image befreit und nach draussen getragen. Sie wird in der Öffentlichkeit zur Schau und damit zur Diskussion gestellt.

Oftmals passiert das aus einem politischen Bewusstsein heraus, als Appell an die Gesellschaft. Für andere ist Handarbeit im öffentlichen Raum eher ein Kunstprojekt. Dritten macht das Selbermachen von Dingen einfach Spass.

Und dann es gibt diejenigen welche handwerkeln, um ihr Selbstgebasteltes auf Internetplattformen zu verkaufen. Ist der Trend mit den vielen Gesichtern typisch für unsere Zeit? Wo liegen die Gefahren, wo die Chancen einer Bewegung, die auf Kreativität und Eigenverantwortung setzt?

Buchhinweis:
Sonja Eismann: Mach's selbst. Do it yourself für Mädchen. Beltz, 2012.

 

Autor/in: Dania Sulzer