Ehemalige Verdingkinder erzählen

  • Donnerstag, 3. November 2011, 9:06 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 3. November 2011, 9:06 Uhr, DRS 2
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 3. November 2011, 18:30 Uhr, DRS 2
    • Donnerstag, 3. November 2011, 23:33 Uhr, DRS 4 News
    • Freitag, 4. November 2011, 2:33 Uhr, DRS 4 News
    • Freitag, 4. November 2011, 5:33 Uhr, DRS 4 News

Es ist eines der dunkelsten Kapitel der Schweizer Sozialgeschichte: Verdingkinder, wie es sie im 19. und 20. Jahrhundert gab. In den letzten Jahren wurde ihre Geschichte aufgerollt. Was das für sie bedeutet, berichten ehemalige Verdingkinder.

Verdingkinder sind im Kino angekommen: Max Hubacher im aktuellen Film «Der Verdingbub».
Bildlegende: Verdingkinder sind im Kino angekommen: Max Hubacher im aktuellen Film «Der Verdingbub».

Verdingkinder kamen meist aus schwierigen sozialen Verhältnissen. Sie wurden in Pflegefamilien platziert, wo sie zwar Kost und Logis bekamen, dafür aber im fremden Haushalt Arbeit leisten mussten. Oft wurden sie dabei ausgenutzt, diskriminiert und misshandelt.

Viel Öffentlichkeit für das Unrecht

Seitdem ist viel geschehen: Vereinsgründungen von Betroffenen, ein nationales Forschungsprojekt, eine Wanderausstellung, Bücher und Lebensberichte haben die Geschichte der Verdingkinder in den letzten Jahren aufgerollt. Es entstand so viel Öffentlichkeit, dass der Bundesrat eine offizielle Entschuldigung für das erlittene Unrecht in Aussicht gestellt hat.

Sabine Bitter lässt in der Sendung «Kontext» ehemalige Verdingkinder zu Wort kommen, die selbst zur Aufarbeitung der Geschichte beigetragen haben.

Redaktion: Sabine Bitter