«Fortsetzung folgte» 4/10 : Chaos im Untergrund?

In der «Kontext»-Sommerserie «Fortsetzung folgte» gehen wir Geschichten nach, die wir früher gesendet haben. Unser Thema heute: das Chaos im Schweizer Untergrund. Platz ist knapp in der Schweiz, weswegen immer mehr Bauten in den Untergrund verlegt werden. Doch wem gehört eigentlich der Untergrund?

Die Zersiedelung der Schweiz nimmt zu, der Platz oberirdisch wird immer knapper und wertvoller, weswegen mehr Bauherrschaften ihre Projekte in den Untergrund verlegen: Tiefgaragen, Erdsonden, Gasleitungen, Materialdepots und jetzt – vorläufig erst als Plan auch eine Art Gütermetro quer durchs Mittelland - durchlöchern den Untergrund wie einen Schweizer Käse.

Raumplanerisch geregelt ist die Nutzung dieser dritten Dimension nur teilweise bis gar nicht, weswegen sich die ersten Konflikte anbahnen. Es wird immer deutlicher, dass nicht jeder und jede bohren und bauen kann, so tief es gerade geht. Das zweite geplante Raumplanungsgesetz RPG2 sieht mit einem Satz vor, dass die Kantone ihren Umgang mit dem Untergrund zu regulieren haben. Doch auch wenn sie das tun, reicht das nicht, denn die unterirdischen Schichten machen nicht Halt vor oberirdischen Kantonsgrenzen.

Beiträge

  • Chaos im Untergrund?

    Eine Reportage aus Dübendorf zeigt, wie auf einem kleinen Ort – nämlich auf dem Vorplatz des auszubauenden Bahnhofs - sich unzählige Begehrlichkeiten punkto Untergrund in die Quere kommen. Vor 9 Jahren schon war klar: es braucht einheitliche Regulierungen.

    Maya Brändli

  • Chaos im Untergrund heute?

    Die Begehrlichkeiten bezüglich Nutzung des Untergrundes sind in den letzten zehn Jahren deutlich gestiegen.

    Entsprechend zugenommen hat auch der Druck auf Bund und Kantone, auch den Untergrund raumplanerisch zu erfassen: wem gehört wie tief in welchem Moment welcher Untergrund? Und wer darf ihn zu welchen Zwecken nutzen?

    Ist das traditionell langsame Tempo von raumplanerischen Regulierungen angesichts der rasanten Zersiedelung der Schweiz ausreichend?

    Ein Gespräch mit der Geologin Marianne Niggli.

    Maya Brändli

Autor/in: Maya Brändli, Moderation: Monika Schärer, Redaktion: Dagmar Walser