Klang fühlen, Bühne hören: Inklusion in Konzert und Museum

  • Montag, 29. Juni 2020, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 29. Juni 2020, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Montag, 29. Juni 2020, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Niemand will sie – und doch sind sie da: Die Schwellen zu Kunst und Musik. Sie verhindern besonders bei Menschen mit körperlichen oder kognitiven Einschränkungen die Teilhabe am Kulturleben. Doch diese Schwellen lassen sich reduzieren: mit Engagement und viel Know-how.

Kulturelle Teilhabe stellt Kulturinstitutionen vor zwei Herausforderungen: Zum einen geht es um barrierefreie Zugänglichkeit, zum anderen um Inklusion in kulturelle Prozesse. Die Barrierefreiheit ermöglicht es Menschen mit physischen und kognitiven Einschränkungen am kulturellen Leben teilnehmen zu können. Sobald kulturelle Angebote zugänglich gemacht wurden, geht es in einem zweiten Schritt darum, diese so zu gestalten, dass sie für die entsprechende Zielgruppe auch attraktiv sind.

Vieles hat sich getan in den letzten Jahren in Sachen Barrierefreiheit, nicht zuletzt angestossen vom 2004 in Kraft getretenen Behindertengleichstellungsgesetz. Seitdem versuchen immer mehr Kulturinstitutionen ein diverseres Publikum in ihre Häuser einzuladen. Es gibt Opern mit Live-Handlungsbeschreibung und Schauspielvorstellungen mit Übersetzung in Gebärdensprache – immer mehr Opern- und Theaterhäuser bieten spezielle Angebote für Menschen mit Einschränkung an.

Und Museen bieten Sonderführungen für Menschen mit besonderen Bedürfnissen an. Projekte zur barrierefreien Umsetzung einer Ausstellung werden immer zahlreicher und reichen von rollstuhlgerechten Zugängen bis zu Bildbeschreibungen im Hightechformat.

«Kontext» fragt: Wie lässt sich Barrierefreiheit und Inklusion im Museum und im Konzert ermöglichen? Und wo sind bis heute die grössten Hürden?

Beiträge

  • Wie Bühnengeschehen zum Hörerlebnis wird

    Film und Fernsehen werden schon länger für Menschen mit Sehbehinderung erschlossen: mittels Audiodeskription. Das heisst: Ein Sprecher oder eine Sprecherin beschreibt, was zu sehen ist.

    Beim Theater und in der Oper gibt es erst vereinzelt Produktionen, die mit einer live-Audiodeskription ergänzt werden. Wie das funktioniert, und was es braucht, um als Stadttheater das Label «Kultur inklusive» von der Fachstelle «pro infirmis» zu erhalten, das fragen wir beim Theater Basel nach.

    Jenny Berg

  • Museum öffne dich – Kunst ist für alle da

    Skulpturen zum Anfassen, Hörstationen in leichter Sprache: Kunst lässt sich mit allen Sinnen erlebbar machen – und zwar für alle Besucher*innen. Im Idealfall.

    Inklusion und Barrierefreiheit im Museum umfasst viele Ebenen und stellt Museen und Kulturinstitutionen vor besondere Herausforderungen. Was bedeutet Inklusion und Barrierefreiheit im Museum? Und wie sind Führungen für Menschen mit besonderen physischen oder psychischen Bedürfnissen gestaltet?

    Die Kunstvermittlerinnen Madeleine Witzig und Anja Reichenbach und Sara Stocker von der Fachstelle «Kultur inklusiv» in Bern geben Auskunft.

    Elisabeth Baureithel

Autor/in: Jenny Berg, Elisabeth Baureithel, Moderation: Monika Schärer, Redaktion: Michael Sennhauser