Moderne Kriege sollen ohne Opfer auskommen

  • Donnerstag, 8. April 2010, 9:06 Uhr
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Früher haben sich die Soldaten für Kaiser und Vaterland geopfert. Moderne, hedonistische Gesellschaften lassen andere die Opfer bringen. Der Lausanner Ethnologe Mondher Kilani hat den modernen Krieg aus ethnologischer Perspektive betrachtet.

Seit den 60er-Jahren hat sich die Dimension des Opferns verändert: Im Gegensatz zu früher werden in heutigen Kriegen die Opferzahlen im Voraus festgelegt. Ziel ist der «Null-Opfer-Krieg». Gleichzeitig nahm aber auch die Zahl der zivilen Opfer stetig zu. Die Toten der Gegner, ob Soldaten oder Zivile, werden mit dem Argument der «Gerechtigkeit» des geführten Krieges gerechtfertigt.

Mondher Kilani hat in einem Essay versucht, den Wandel der Dimension des Opferns aus ethnologischer Sicht zu verstehen.

Redaktion: Martin Heule