Musik im Gespräch: Sprachkomposition, Jazztradition, Quartettkultur

  • Donnerstag, 24. Januar 2019, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 24. Januar 2019, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 24. Januar 2019, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Zum zweiten Mal untersucht Musik im Gespräch die Schweizer Musiklandschaft. Diesmal im Fokus sind drei ganz unterschiedliche Formen des Musiktheaters. Sodann zwei junge Jazzer: mal ganz traditionell, mal spontan und frisch. Und im Weiteren die vielgestaltige Welt der Kammermusik.

Sprache und Musik pflegen eine uralte Freundschaft. Eine Beziehung, die sich dabei stetig erneuert. Das zeigen die teils kontroversen, teils verwirrenden, aber auch faszinierenden Arbeiten des Kompositionsensembles Jannik Giger, Leo Hofmann und Benjamin van Bebber, sowie der Schweizer Komponisten Christian Henking und Antoine Chessex.

Im Jazz ist mit der jungen spanischen Sängerin und Trompeterin Andrea Motis eine Künstlerin unterwegs, die durch ihre starke Bindung an die Tradition das Publikum im besten Sinne irritiert. Wir haben Ihren Auftritt im Zürcher Jazzclub Moods gehört. Andersartig und viel stärker an die Gegenwart geknüpft sind die Musiker um den Basler Schlagzeuger Michael Arbenz: spontan und mit ganz eigenen Tönen.

Und drittens: Seit es Gesellschaften für Kammermusik gibt, pflegen sich HörerInnen zum feinen Lauschen in deren Konzerte einzufinden. Neben diesen traditionellen und um ihr Publikum kämpfenden Reihen mit ihren hochrangigen Quartettkonzerten treibt die Kammermusikszene aber noch ganz andere, äusserst bunte Blüten.

Beiträge

  • Sprache in Musik verwoben

    Wie nutzen heutige Komponistinnen, Komponisten die Kraft der Sprache? Welche Arten von Musiktheater werden neu kreiert? Drei Uraufführungen in Bern, Basel und Zürich zeigen unterschiedliche Wege auf:

    «Kolik», eine Gemeinschaftskomposition auf der Basis eines Textes des Popautors Reinald Götz.

    «Lose», eine Art Hörstück des Mundart-Autors Dominic Oppliger und des Komponisten Antoine Chessex.

    Und «In eines Spiegels Bläue» von dem Berner Komponisten Christian Henking über Texte von Georg Trakl.

    Annelis Berger

  • Alt oder neu?

    Schwimmt sie jetzt mit dem Strom, oder doch dagegen? Die junge spanische Trompeterin und Sängerin Andrea Motis (*1995) ist mit ihrer Musik ganz im traditionellen Jazz zu Hause. Und genau das ist für unsere Zeit eher ungewöhnlich.

    Viele Kolleginnen und Kollegen aus ihrer Generation beziehen eher Hip Hop oder freie Spielformen in ihre Musik mit ein. Oder sie sind so spontan unterwegs wie der Basler Schlagzeuger Florian Arbenz mit seinem neuen Quintett Convergence. Sie debütierten am letzten Donnerstag nach nur einer Probe – mit durchwegs neuen Eigenkompositionen.

    Peter Bürli

  • Alles andere als quadratisch

    Das Streichquartett gilt als Königsdisziplin der Kammermusik. Die besten Komponisten schreiben bis heute Werke für die Gattung und die Quartett-Szene blüht. Einer der wichtigsten Veranstalter hierbei ist die Basler Gesellschaft für Kammermusik.

    Hier treten die besten Ensembles auf, doch das Publikum fehlt. Warum?

    Und warum bersten bei anderen Kammermusikkonzerten etwa der kunterbunten Reihe der Camerata Variabile die Säle förmlich vor Publikumsandrang?

    Steht das klassische Quartettkonzert vor dem Aus? Ein Blick auf die reiche Schweizer Kammermusikszene.

    Benjamin Herzog

Autor/in: Annelis Berger, Peter Bürli, Benjamin Herzog, Moderation: Monika Schärer, Redaktion: Julia Voegelin