Neue Kräfte in Afrika

  • Montag, 16. Dezember 2019, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 16. Dezember 2019, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Montag, 16. Dezember 2019, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

In Senegal und im Sudan zeigt sich, was die Bevölkerung erreichen kann, wenn sie gegen die etablierten Strukturen aufbegehrt. Zwei Reportagen offenbaren ein differenziertes Bild von den Verhältnissen in diesen beiden Staaten.

Senegal demokratisiert sich von unten. Auch wegen der Rap-Bewegung, die zu einer wichtigen zivilgesellschaftlichen Kraft geworden ist. Sie hat zwei Präsidenten zu Fall gebracht und bringt aufs Tapet, was unter den Nägeln brennt.

Im Sudan tragen junge Leute zu einem Neuanfang bei. Nach der friedlichen Revolution wollen Start-Ups, junge Feministinnen und andere am Aufbau mithelfen. Doch es gibt sehr viel zu tun: Die benachteiligten Regionen im Osten des Landes kämpfen mit grundlegenden Problemen wie Wasserknappheit, mangelnder Infrastruktur und Unterernährung.

Beiträge

  • «Y'en a marre»: Politische Rapper in Senegal

    «Es reicht», so heisst eine Protestbewegung in Senegal, die sich mit dem politischen Establishment anlegt. Ihre Protagonisten sind eng mit der Rap-Szene verbunden, die zu einer wichtigen zivilgesellschaftlichen Kraft geworden ist.

    Rap in Senegal, das ist nicht Bling-Bling und Protzerei, sondern ein Engagement für Bürgerrechte, ein Mittel, um die Bevölkerung zu bilden. Mit dem «Journal rappé», einer satirischen Rap-Nachrichtensendung, schaffen Rapper auch ein Stück Gegenöffentlichkeit, als Kontrapunkt zu Clanverhalten und Klientelismus.

    Julia Amberger

  • Aufbruch und Neuanfang im Sudan

    Im April wurde Umar al-Baschir, der langjährige autoritäre Präsident des Sudans, durch einen Militärputsch abgesetzt. Darauf kam es zu blutigen Machtkämpfen zwischen der Armee und Oppositionsgruppen und später zu einer friedlichen Revolution, getragen auch von vielen jungen Leuten.

    Sie wollen am Aufbau mithelfen.

    Start-ups und junge Feministinnen verändern das Selbstverständnis des Sudans, vergessen aber auch die andere Seite des Landes nicht: die benachteiligten Regionen, wie den Osten des Landes mit seinen grundlegenden Problemen wie Wasserknappheit, fehlender Infrastruktur, Unterernährung.

    Arndt Peltner

Autor/in: Julia Amberger, Arndt Peltner, Moderation: Brigitte Häring, Redaktion: Raphael Zehnder; Produktion: Maya Brändli