Radikalisierung, Rekrutierung - Extremismus

  • Dienstag, 1. Oktober 2019, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 1. Oktober 2019, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 1. Oktober 2019, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Wer radikalisiert sich? Warum? Und wie? Julia Ebner recherchierte unter zwölf radikalen Gruppen quer durchs ideologische Spektrum. Miryam Eser forschte zur dschihadistischen Radikalisierung in der Schweiz.

Die politische Diskussionskultur hat in vielen Ländern arg gelitten. Der Ton innerhalb und ausserhalb der sogenannt «sozialen Medien» ist nicht selten intolerant, ja brutal. Extreme Meinungen breiten sich aus.

Nicht nur im Internet tummeln sich Radikale, die keine Widerrede dulden und vor nichts zurückschrecken. Sie glauben, als Einzige die Wahrheit zu kennen.

Mit zwei Forscherinnen versucht «Kontext», die Hintergründe der Radikalisierung zu erkunden.

Beiträge

  • «Radikalisierungsmaschinen»

    Die Österreicherin Julia Ebner ist Extremismus- und Terrorismusforscherin und forscht am Londoner «Institute for Strategic Dialogue». Ihre Masterarbeit schrieb sie einst über Selbstmordattentäterinnen.

    Ihr neuestes Buch heisst «Radikalisierungsmaschinen». Darin recherchiert sie unter Trollen und Fundamentalisten, Alt-Right-Extremisten und Dschihadisten. Zwölf radikale Gruppen hat Julia Ebner untersucht. Ein Gespräch.

    Günter Kaindlstorfer

  • Dschihadisten in der Schweiz

    Miryam Eser Davolio, Professorin am Institut für Vielfalt und gesellschaftliche Teilhabe der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, hat an einer Studie über die dschihadistische Radikalisierung in der Schweiz mitgearbeitet.

    Die Studie beruht auf Informationen über 130 Personen, die der Nachrichtendienst des Bundes gesammelt hat. Daraus ergibt sich ein klares Bild, wer in der Schweiz den heiligen Krieg befürwortet, unterstützt oder sogar dafür in Konfliktgebiete ausgereist ist.

    Raphael Zehnder

Autor/in: Raphael Zehnder, Günter Kaindlstorfer, Moderation: Norbert Bischofberger, Redaktion: Anna Jungen