Raumfahrt veränderte die Perspektive auf die Erde

  • Mittwoch, 9. Mai 2012, 9:06 Uhr
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Während 1969 die erste Mondlandung Millionen von Menschen euphorisierte, flachte die Raumfahrt-Begeisterung in den 1970er Jahren stark ab. Ein Grund dafür waren die Fotos der Astronauten von unserem Planeten: Die Bilder führten den Menschen die Einmaligkeit der Erde vor Augen.

Aufgehende Erde: Fotos aus den 70ern veränderten unseren Blick auf die Erde.
Bildlegende: Aufgehende Erde: Fotos aus den 70ern veränderten unseren Blick auf die Erde. Keystone

Die Jahre zwischen Mondlandung und Shuttle-Start waren geprägt von einem Popularitätstief der gesamten Raumfahrt. Viel grösser war die Sorge der Menschen um den eigenen Planeten - ausgelöst durch die Bilder der Erde aus dem All. Diese hatten einen historischen Perspektivenwechsel zur Folge.

Die Bilder des «Raumschiff Erde» machten die Willkür menschlicher Grenzziehung deutlich. Dies sorgte für einen fundamentalen kulturellen Umbruch: Die Fotografien des blauen Planeten gaben Bürgerrechts- ebenso wie Umweltbewegung einen Schub ungeahnter Dimension.

Buchtipps:

Robert Poole: Earthrise - How Man First Saw the Earth. Yale University Press, 2008.
Martin Collins: After Sputnik. The First Fifty Years of Space Flight. Collins Reference, 2011.
Martin Collins: Man who Ran the Moon. James Webb, JFK and the Secret History of Project Apollo. Icon Books, 2007.
Andrew Jenks: The Cosmonaut Who Couldn't Stop Smiling. The Life and Legacy of Yuri Gagarin. Northern Illinois University, 2012.
Matthew H. Hersch: Inventing the American Astronaut. Palgrave Macmillan, Oktober 2012.

Autor/in: Katharina Bochsler