Ruanda – vom Genozid zur Entwicklungsdiktatur?

  • Dienstag, 26. Februar 2013, 9:06 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 26. Februar 2013, 9:06 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 26. Februar 2013, 18:30 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Das genozidversehrte Ruanda hat dank einem grossen Modernisierungsprojekt der Regierung wieder eine Perspektive. Doch mausert sich Ruanda zur Entwicklungsdiktatur?

Die Regierung von Paul Kagame verschafft den Ruandern eine wirtschaftliche Perspektive und damit Hoffnung auf eine bessere Zukunft.
Bildlegende: Die Regierung von Paul Kagame verschafft den Ruandern eine wirtschaftliche Perspektive und damit Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Wikimedia

Ruanda hat sich nach dem Genozid der 1990er Jahre als beinahe mustergültiges Entwicklungsland profiliert. Mit einem gewaltigen Modernisierungsprogramm, der Vision 2020, verschaffte die Regierung von Paul Kagame den Ruanderinnen und Ruandern eine wirtschaftliche Perspektive und damit Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Doch die forsche Modernisierungspolitik zeigt immer mehr ihre autoritäre Kehrseite. Das Land orientiert sich längst nicht mehr an westlichen Demokratien, sondern an autoritären Staaten wie China oder Singapur. Ein Kontext von Andreas Lüthi.