Stacheldraht, Gated Communities, Grenzen

  • Dienstag, 8. August 2017, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 8. August 2017, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 8. August 2017, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Seit der Mensch sesshaft wurde, markiert er seine Grenzen. Manchmal deutlich wie am Eisernen Vorhang, manchmal kaum sichtbar wie an der Schengen-internen Grenze. Vom Stacheldraht bis zur Festung Europa.

1873 erfand der Farmer Joseph Gliddens den Stacheldraht. Er beendete die Bewegungsfreiheit für Indianer, Bisons, Cowboys und Vieh. Eingezäunt wurde in den USA – im übertragenen Sinn - auch in Städten und Gemeinden. Man unterschied zwischen investitionswürdigen A-Zonen mit weisser Bevölkerung bis zu D-Zonen, in denen die Verwaltung den afroamerikanischen Bewohnern kaum Infrastruktur bereitstellte.

«Sanfte Grenzen stehen für innere Sicherheit und Selbstvertrauen eines Staates, verschärfte und kontrollintensive Grenzen sind Ausdruck von Unsicherheit und der Vorstellung, von innen oder von aussen bedroht zu sein», sagt der Politikwissenschaftler Wilfried von Bredow.

Beiträge

Autor/in: Arndt Peltner und Raphael Zehnder, Moderation: Hansjörg Schultz, Redaktion: Christoph Keller