Stadt und Land. Gegen- und nebeneinander

  • Dienstag, 24. Juli 2018, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 24. Juli 2018, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 24. Juli 2018, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Kaum ein Gegensatz strukturiert die politische Landschaft der Schweiz stärker als der zwischen Stadt und Land. Doch inwieweit lässt sich Stadt und Land überhaupt trennen? Wie unterscheiden sich die Lebensweisen? Und: Wie unterschiedlich ticken Sie wirklich, die Ländler und Städter?

Der Stadt-Land-Graben offenbart sich in vielerlei Hinsicht - bei Abstimmungen oder bei der Frage, ob man dem Nachbarn noch «Grüezi» sagt – so zumindest das landläufige Bild des Güllengrabens. Doch dieser Graben ist nicht festgefahren. In der Europapolitik etwa stimmt die Agglomeration immer häufiger wie die ländlichen Gegenden. Und in den Kernstädten sehnt man sich in Zeiten von Quartier-Chören und «urban gardening» ganz offensichtlich nach einer Lebensweise, wie man sie eigentlich vom Lande kennt.

Was also bleibt vom viel beschworenen Stadt-Land-Graben, wenn man ihn mit Fachpersonen aus Soziologie und Politgeographie unter die Lupe nimmt? Eine Stunde Hintergrund - in Kontext.

Beiträge

  • Zwischen Clichée und Feindbild

    Kaum ein Passant, der nicht ein Bild eines Städters oder eines Ländlers hat. Das wird klar, wenn man Menschen aus beiden Lebenswelten auf der Strasse fragt: Wie ticken Ländler? Wie ticken Städter?

    Eine Collage aus Stimmen von der Strasse, in welcher Beschreibung, Clichée und Feindbild verschwimmen.

    Benedikt Hofer

  • Stadt-Land-Gegensatz

    An fast jedem nationalen Abstimmungswochenende findet er Erwähnung: der politische Stadt-Land-Graben. Was hat es mit dieser Konfliktlinie auf sich? Welche Einstellungen und Themenbereiche betrifft sie – und welche nicht? Und was hat das alles mit dem Aufstieg der SVP zu tun?

    Der erste Teil des Gesprächs mit Politgeograf Michael Hermann und Soziologin Joëlle Zimmerli.

    Benedikt Hofer

  • Umzugsgeschichten

    Er ist nach 40 Jahren wieder in die Stadt gezogen. Sie zog in ein Bauernhaus, als sie Kinder kriegte. Zwei Umzugsgeschichten von zwei Menschen, die den Graben zwischen Stadt und Land überschritten haben – und sich beide am neuen Ort wohl fühlen.

    Zwei Porträts, die der Frage nachgehen, was einem angezogen hat, an der Stadt, am Land, und was sich anders anfühlt, am neuen Wohnort.

    Benedikt Hofer

  • Zwei Lebenswelten?

    Im zweiten Teil des Gesprächs mit Michael Hermann und Joëlle Zimmerli nimmt Kontext die Binnenmigration in der Schweiz unter die Lupe.

    Wer zieht wann vom Land in die Stadt – und umgekehrt? Und wie andersartig ist das Wohnen? Die zunehmende tägliche Mobilität zwischen Stadt und Land, also das Pendeln, führt dazu, dass sich die Lebensweisen immer stärker vermischen.

    Was also bleibt von der Eigentümlichkeit des Land- und Stadtlebens?

    Benedikt Hofer

  • Sachpolitische Streitereien

    Die Schweiz ist kleinräumig und Städter und Ländler aufeinander angewiesen. Sei es, wenn Menschen vom Umland in den Zentren die Infrastruktur nutzen wollen – oder aber sei es, wenn die Städter Naherholung auf dem Lande suchen.

    Doch wer bestimmt, was Land und was Stadt bieten soll? Und wer bezahlt? Die Schweiz ist voller Beispiele von sachpolitischer Streitereien zwischen Stadt und Land.

    Benedikt Hofer

  • Eine Frage der Macht

    Die Solidarität zwischen den Regionen wird grossgeschrieben in der Schweiz. Die Berücksichtigung der speziellen Bedürfnisse der Städte und der Berggebiete ist gar in der Verfassung geschützt.

    Dennoch kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen Städter und Ländler, in welchen sich die unterschiedlichen Partikularinteressen gegenüberstehen.

    Wer profitiert von wem? Wer setzt sich im Streitfall durch? Wie steht es um die Solidarität in der Schweiz? Dritter Teil des Gesprächs mit Soziologin Joëlle Zimmerli und Politgeograf Michael Hermann.

    Benedikt Hofer

Autor/in: Benedikt Hofer, Moderation: Brigitte Häring, Redaktion: Dagmar Walser