Vor 250 Jahren geboren: Friedrich Hölderlin, das gebrochene Genie

  • Mittwoch, 18. März 2020, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 18. März 2020, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 18. März 2020, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Friedrich Hölderlin (1770-1843) zählt zu den ganz «Grossen» der deutschsprachigen Literatur. Seine Sprachgewalt ist faszinierend. Ebenso sein wechselhaftes Leben, das in der Katastrophe endete. Hölderlins Werke werden kaum noch gelesen. Zu Unrecht.

Beiträge

  • Das zweigeteilte Leben

    Der hochsensible Hölderlin schwärmte für die Freiheit, die Natur und die Liebe. Sein literarisches Werk ist atemberaubend. Dennoch blieb der Dichter in seiner Zeit verkannt.

    Hölderlin fand seinen Platz im Leben nie. In der Mitte seines Lebens erlitt er eine psychische Erkrankung, von der er sich nicht mehr erholte. Er verlebte Jahrzehnte einsam und in geistiger Umnachtung.

    Felix Münger

  • Hölderlin heute

    Hölderlins Werke würden auch heute noch literarischen Hochgenuss bieten, sagt Sabine Schneider, Germanistikprofessorin und Hölderlin-Expertin an der Universität Zürich. Einzelne Gedichte würden sie gar zu Tränen rühren.

    Hölderlin habe uns noch immer viel zu sagen: So leite uns etwa seine Naturlyrik in Zeiten des Klimawandels an, unser Verhältnis zur Umwelt zu überdenken. Auch hätten die Gedanken des Dichters zu «Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit» durch das Aufkommen des Populismus an Aktualität gewonnen.

    Felix Münger

Autor/in: Felix Münger, Moderation: Brigitte Häring, Redaktion: Michael Sennhauser; Produktion: Anna Jungen