Wer steht da auf der Bühne? Schauspielberuf im Wandel

  • Freitag, 16. November 2018, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 16. November 2018, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Freitag, 16. November 2018, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Ästhetische Formen entwickeln sich auf den Theaterbühnen seit jeher analog zum gesellschaftlichen Umgang mit der Gegenwart und ihren Konflikten. Was bedeutet das in einer durchdigitalisierten Zeit, in der die Grenzen von Realität und Wirklichkeit zunehmend verschwinden?

Der Schauspielberuf ist einem steten Wandel unterworfen. Heutzutage beeinflussen soziale Medien, technische Möglichkeiten und individualisierte Ausbildungen das Berufsbild.

Der Schweizer Schauspieler Robert Hunger-Bühler blickt mit 65 Jahren auf eine erfolgreiche Karriere auf der Bühne und vor der Kamera zurück. In seinem Buch «Den Menschen spielen» (Limmat-Verlag) stellt er dar, wie sich seine Arbeit an Figuren und Stücken im Laufe von drei Jahrzehnten weiterentwickelt hat. Es ist eine exemplarische Vorlage, um über den spielenden Menschen zwischen Rollenidentifikation und Kunstfigur nachzudenken.

Buchhinweis:
Robert Hunger-Bühler: «Robert Hunger-Bühler. Den Menschen spielen.» Limmat Verlag.

Beiträge

  • Der «Menschen-Spieler» Robert Hunger-Bühler

    Seit über 40 Jahren steht der Schweizer Schauspieler Robert Hunger-Bühler erfolgreich auf der Bühne und vor der Kamera. In seinem Buch «Den Menschen spielen» (Limmat Verlag) blickt er auf die wichtigsten Stationen seiner Karriere zurück.

    Anhand seiner Erfahrungen erzählt der 65-Jährige in Kontext, wie sich seine Arbeit an Figuren und Stücken verändert hat: Von seinen Anfängen im politischen Theater in Wien über erste Erfahrungen in Staats- und Stadttheatern in Deutschland, und seinen Begegnungen mit Peter Stein oder jüngst, mit Milo Rau.

    Noëmi Gradwohl

  • Vom Rollenstudium zum «expanded theatre»

    Zur klassischen Schauspielausbildung gehört seit jeher heute das Erlernen des Handwerks: die Fähigkeit, sich stimmlich und körperlich auszudrücken und sich mit szenischen Vorgängen und Theatertexten auseinandersetzen.

    Die Hochschule der Künste Bern pflegt seit ihrer Gründung einen interdisziplinären Ansatz in der Ausbildung von Schauspielerinnen und Schauspielern. Das Masterstudium «expanded theatre» richtet sich an Studierende verschiedener Kunstrichtungen.

    Ein Gespräch über Anforderungsprofile, über Selbstbestimmung der Studierenden und den Einfluss von social Media auf den Berufsmarkt.

    Kaa Linder

  • «Mrs. Marshal möchte gesiezt werden!»

    Performances, multimediale Projekte und Produktionen ohne Schauspieler: all das koexistiert heute selbstverständlich neben dem traditionellen Sprechtheater. Der Begriff «Schauspieler» bezeichnet heute eine vielfältig interpretierbare Person und ist immer eine Figur.

    Die Performerin Mira Kandathil, Absolventin der Hochschule der Künste Bern HKB, dissertiert als «Mrs. Marshal» zum Thema ‘Kunstfiguren. In ihren provokativen und schonungslosen Performances untersucht sie mit Annina Machaz den Zusammenhang von eigener Biografie, gesellschaftlichem Diskurs und Rollenklischees.

    Kaa Linder

Autor/in: Noëmi Gradwohl, Kaa Linder, Moderation: Brigitte Häring, Redaktion: Maya Brändli