Ivan Grozny, Oratorium von Segej Prokofiev, aus Salzburg

Der Sonntagabend des 24. Oktobers steht ganz im Zeichen von Sergéj Prokófiev. Von dem grossen sowjetischen Komponisten erklingen drei Werke: Das Oratorium «Ivan der Schreckliche», op. 116, die Klaviersonate Nr. 6, op. 82 und die Sinfonie Nr. 6, op. 111.

Im Zentrum steht das Oratorium «Ivan Grosny» nach dem gleichnamigen Filmwerk von Sergej Eisenstein. Mit Pathos und Lyrik werden Aufstieg und Macht des legendären Zaren aus dem 16. Jahrhundert geschildert. Die Parallelen sind offenkundig: Der paranoide Zar gleicht dem paranoiden Sowjetherrscher Stalin. Zu hören ist eine Aufnahme aus dem Festspielhaus Salzburg mit Olga Borodína, Gérard Dépardieu und Jan Josef Liefers. Es spielen die Wiener Philharmoniker unter Riccardo Muti. Dazwischen gibt es leichtere Kost: Jan Josef Liefers, der deutsche Schauspieler bekannt aus Film und Fernsehen, erzählt von seiner Arbeit an dem Oratorium «Iván», von seinen «Tatort»-Krimis, von seinen Plänen.

mit
Jan Josef Liefers: Erzähler
Gérard Dépardieu: Ivan der Schreckliche
Olga Borodina, Mezzosopran
Ildar Abdrazakov, Bass
Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor
Wiener Philharmoniker
Ltg: Riccardo Muti
Konzert vom 15.08.10, Grosses Festspielhaus, Salzburg

Redaktion: Peter Bitterli