Oper: Georg Friedrich Händel: Aci, Galatea e Polifemo

Die schöne Meeresnymphe Galatea liebt den gutaussehenden Schäfer Acis. Aber Polifem, der einäugige Riese, hat auch Ansprüche. Und er bereitet der jungen Liebe ein tragisches Ende.

Am Beispiel Polifemo analysiert die Musikwissenschafterin Silke Leopold die Darstellung der Bösewichte bei Händel. Denn der gestaltet die bösen Rollen in seinen Opern zunehmend differenziert, ergreift mit der Musik unterschwellig Partei für die Monster.

Die Serenata HWV 72 des 23-jährigen Händel, uraufgeführt in Neapel, entstand für eine Hochzeit in einer einflussreichen Familie der damaligen Metropole. Später hat Händel für das Londoner Publikum den Stoff noch einmal komponiert. René Jacobs dirigiert Händels weniger bekannte «Urfassung» von 1708.

Sunhae Im, Sopran: Aci
Sonia Prina, Alt: Galatea
Marcos Fink, Bassbariton: Polifemo
Akademie für Alte Musik Berlin
Ltg: René Jacobs

Aufnahme vom 13.09.11, Bozar, Brüssel

Redaktion: Gabriela Kaegi