Auf der Suche nach Erholung

  • Mittwoch, 19. März 2014, 22:25 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 19. März 2014, 22:25 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 20. März 2014, 6:00 Uhr, SRF 1
    • Donnerstag, 20. März 2014, 10:40 Uhr, SRF 1
    • Freitag, 21. März 2014, 8:25 Uhr, SRF info
    • Freitag, 21. März 2014, 9:30 Uhr, SRF info
    • Freitag, 21. März 2014, 11:20 Uhr, SRF info
    • Freitag, 21. März 2014, 12:25 Uhr, SRF info
    • Sonntag, 23. März 2014, 8:40 Uhr, SRF info
    • Sonntag, 23. März 2014, 15:05 Uhr, SRF info

Das moderne Leben hat «rund um die Uhr geöffnet». Die Devise lautet: «Dran bleiben! Schlafen kannst du, wenn du tot bist.» Die Folgen sind Lärm, Hektik und Überlastung. Die Erholung kommt zu kurz. Im zauberhaften Landschaftsgarten der Ermitage Arlesheim gibt Eva Wannenmacher der Ruhe eine Chance.

Beiträge

  • Die Ruhe ist vom Aussterben bedroht

    Lärmschutzwände, Schalldämmfenster, Flüsterbeläge und Geräuschunterdrückung: Die Lärmbekämpfung ist längst Staatssache und profitables Geschäft. Trotzdem: Der Lärm macht die Menschen allmählich taub. Neu ist die Forderung nach «Ruheschutz». Denn der Lärm ist zur Regel geworden, die Ruhe zur Ausnahme. Was an Ruhe noch zu retten ist, soll jetzt unter Schutz gestellt werden. Doch Lärm ist nicht Lärm, jeder und jede empfindet das anders. Klangraumgestaltung ist angesagt. «Kulturplatz» erkundet die fliessenden Grenzen zwischen willkommenem Geräusch und unerträglichem Krach.

    Richard Herold

  • «Slow TV» oder die Lust an der Langsamkeit

    Fernsehen als Erlebnis in Echtzeit: die Entstehung eines Strickpullis, eine Bahnfahrt durch die Landschaft, eine mehrtägige Schiffspassage durch die Fjorde – epische Reportagen, die stundenlang dauern, in denen aber nur wenig geschieht, und das so langsam wie im echten, «langweiligen» Leben. Wider Erwarten ist genau das der neuste Renner im norwegischen Fernsehprogramm. Dieses vermeintlich öde Format erzielt Traumquoten zu bester Sendezeit. «Kulturplatz» spürt dem anachronistischen Phänomen «Slow TV» nach.

    Meili Dschen

  • Wenn eine Matratze als Chronistin auftritt

    Man sieht sie eigentlich nur als bequemes Ruhelager, dabei hat eine Matratze viel zu berichten: vom seligen Schlaf wie von wilden Träumen, von Ekstase und Liebe, Geburt und Tod. In seinem neuen Buch «Aus dem Leben einer Matratze bester Machart» präsentiert der Schweizer Autor Tim Krohn die profane Unterlage als Erzählerin. Entstanden ist ein Kaleidoskop von Geschichten quer durch ein halbes Jahrhundert: von einer Liebesnacht in den 1930er Jahren über das Abenteuer einer Hippie-Orgie in den Siebzigern bis zum Drama eines Schiffbrüchigen in den Neunzigern.

    Sebastian Günther

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  • «Wach bleiben! Schlafen kannst du, wenn Du tot bist»

    Das magische Leitbild vom erfüllten Leben verlangt nach ständigem Aktivismus: dran bleiben, beruflich wie privat, Tag und Nacht. Wer nicht ständig auf Zack ist, dem droht das gesellschaftliche Abseits. Diese Einstellung führt zu chronischer Erschöpfung, jeder Dritte leidet bereits unter Schlafstörungen. Jetzt orten Trendforscher eine Umorientierung. Der Schlaf ist nicht länger Teil eines kollektiven Lebensrhythmus. Wann und wie lange man schlafen will, wird zum Gegenstand der individuellen Lebensführung – und damit zu einem neuen Statussymbol.

    Nino Gadient, Méline Sieber

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