Darf Kunst nicht vergehen?

  • Mittwoch, 5. Dezember 2018, 22:25 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 5. Dezember 2018, 22:25 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 6. Dezember 2018, 6:08 Uhr, SRF 1
    • Donnerstag, 6. Dezember 2018, 11:00 Uhr, SRF 1
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Kunstschaffende arbeiten heute oft mit Verbrauchsmaterial und Alltagsobjekten, ihre Werke sind kaum je für die Ewigkeit gedacht. Restauratoren aber tun alles, um solche Installationen vor dem Zerfall zu retten. Macht das Sinn? Ein «Kulturplatz» über moderne Kunst und Vergänglichkeit.

Beiträge

  • Retten, aber wie? – Das Kunsthaus Zürich durchforstet die Depots

    Retten, aber wie? – Das Kunsthaus Zürich durchforstet die Depots

    Es gibt Kunstwerke, die lassen sich nicht eigentlich restaurieren. «Ballhaus» des deutschen Konzeptkünstlers Carsten Höller gehört dazu: Ein kürbisförmiges Zelt und Bälle aus Kunststoff, mit denen die Besucher spielen sollen. Vom Kunsthaus Zürich 1999 angekauft, lag die Installation wie viele andere fast 20 Jahre im Depot. Jetzt zeigt sich: Vieles ist unbrauchbar geworden. Darf man Ersatz beschaffen, oder verändert man das Werk dadurch unzulässig? Eva Wannenmacher befragt Kuratorin Mirjam Varadinis zu Kunst und Vergänglichkeit.

    Richard Herold

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    Der Schweizerisch-deutsche Künstler Dieter Roth (1930-1998) war einer der ersten, der mit Materialien arbeitete, die zerfallen und die Idee der Ewigkeit sozusagen verhöhnen: mit Esswaren. Er sagte: «Kunstwerke sollten sich wie die Menschen ändern, älter werden und sterben.» Im Prozess des Zersetzens sah er das eigentliche Kunstwerk. Und trotzdem werden seine Werke restauriert und konserviert. Zu Recht?

    Nicole Salathé

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    Seine Kunst bestehe aus Abfall und gehe ihn nichts mehr an, liess Jean Tinguely in alten Tagen verlauten. Doch die Besitzer seiner Werke und ehemalige Weggefährten sehen das anders. Eine zerschlissene Tinguely-Maschine zerfallen zu lassen oder stillzulegen kommt nicht in Frage. Ein ganzes Jahr lang haben Restauratoren Tinguelys Publikumsliebling einem akribischen Lifting unterzogen; kein Aufwand war zu gross, um die Tonmischmaschine «Méta-Harmonie II» möglichst wieder dem Originalzustand anzugleichen. Nun rattert und dröhnt sie wieder wie zu Lebzeiten des Meisters der beweglichen Kunst.

    Nicole Salathé

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    Wetz ist ein schillernder Künstler und Leiter des Kunst- und Kulturzentrums im Landessender Beromünster, KKLB. Dort bietet er dem Publikum Kunst als Erlebnis. Die Artefakte sind mehr Mittel als Zweck. Abgenutzte Installationen werden nicht aufwändig restauriert, sondern geflickt mit Ersatzteilen vom Sammelhof Sursee, wo die Bevölkerung Sperrgut und Abfall zum Recycling entsorgt. Der Kreislauf der Warenwelt solle auch in der Kunst spielen, so Wetz, zu dieser Haltung habe ihn nicht zuletzt Dieter Roth inspiriert, der Meister der Zerfallskunst, mit dem er ein paar Mal zusammenarbeiten durfte.

    Pascal Derungs

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