Das Leben – ein Abenteuer

Sie spielen sich in aller Öffentlichkeit ab oder im Geheimen, in der Kunst oder Politik, bleiben einmalig oder kehren wieder – Abenteuer sind ganz unterschiedlich. Was sie eint: das Ausserordentliche, Unwägbare, Riskante. Ein «Kulturplatz» aus dem Jugendlager, vom Abenteuer der Kindheit.

Beiträge

  • Todesmutig – Raubtierdompteurinnen sprengen Grenzen

    Die Schweizer Regisseurin Anka Schmid erzählt in ihrem neuen Dokumentarfilm Alltagsgeschichten - aber was für welche. Für «Wild Women - Gentle Beasts» hat sie ganz spezielle Protagonistinnen gefunden: Raubtierdompteurinnen. Als Kind wollte Schmid selber Tiger und Löwen bändigen, nun hat sie fünf Frauen bei deren Arbeit in der Manege und fernab vom Rampenlicht begleitet. Dabei zeigt sie, wie hart das Zirkusleben ist - erst recht in der umstrittenen Männerdomäne Raubtierdressur, die in immer mehr Ländern verboten wird.

    Uta Kenter

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  • Brisant – Die Schweiz hilft auf Kuba, den Frieden zu retten

    Als in diesem Sommer die USA und Kuba wieder diplomatische Beziehungen miteinander aufnahmen, ging eine Ära zu Ende: das Schutzmachtmandat der Schweiz in diesem Konflikt. Über 50 Jahre lang hatte die Eidgenossenschaft zwischen den beiden Staaten vermittelt – als offizielle Vertretung der USA. Vor allem während der Kuba-Krise musste sie Verhandlungsgeschick beweisen. Federführend war Emil Stadelhofer. Der Botschafter hatte einen direkten Draht zu Fidel Castro. Mitten im Kalten Krieg bewies er viel Mut und spielte die Rolle seines Lebens.

    Stefan Zucker

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  • Düster – Banksys Themenpark sorgt für Grausen

    Viel Action, fröhliche Stofftiere und ausgelassene Stimmung: Freizeitparks bieten in etwa überall dasselbe – ausser der Urheber ist der britische Street-Art-Künstler Banksy. Sein «Dismaland» verspricht genau das Gegenteil: ein Erlebnis, das verstört. Die Parodie auf herkömmliche Parks fokussiert auf Missstände in der Gesellschaft. Trotzdem pilgern die Menschen zu Tausenden in den Südwesten Englands. «Kulturplatz» hat sich ihnen an die Fersen geheftet.

    Richard Herold

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  • Unermüdlich – Fotograf «Melk» Imboden erkundet die Welt

    Vor 35 Jahren brach der gelernte Grafiker Melchior «Melk» Imboden auf – ins Ungewisse. Mit seinem kleinen blauen Renault 4 fuhr er los Richtung Mittelmeer. Griechenland, Ägypten, Marokko, Syrien: Es war der Anfang einer grossen Leidenschaft. Bis heute bereist Imboden, der längst ein renommierter Fotograf geworden ist, die Welt und porträtiert Landstriche und ihre Menschen, immer in Schwarz-Weiss, immer analog. Diese Zeitdokumente sind Teil eines grossen Abenteuers: fremde Kulturen zu entdecken und kennenzulernen. Nun gibt es dazu eine Retrospektive im Haus für Kunst in Uri.

    Julia Bendlin

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