Frankreich am Scheideweg

  • Mittwoch, 3. Mai 2017, 22:25 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 3. Mai 2017, 22:25 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 4. Mai 2017, 6:05 Uhr, SRF 1
    • Donnerstag, 4. Mai 2017, 10:55 Uhr, SRF 1
    • Freitag, 5. Mai 2017, 8:25 Uhr, SRF info
    • Freitag, 5. Mai 2017, 9:25 Uhr, SRF info
    • Freitag, 5. Mai 2017, 11:10 Uhr, SRF info
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    • Freitag, 5. Mai 2017, 17:30 Uhr, SRF info
    • Sonntag, 7. Mai 2017, 8:40 Uhr, SRF info
    • Sonntag, 7. Mai 2017, 15:05 Uhr, SRF info

Die Autorin Karine Tuil diagnostiziert klaffende Gräben in der Grande Nation, und der Politologe Gilles Kepel warnt vor einer explosiven nationalen Identitätskrise. «Kulturplatz» besucht die beiden in Paris und horcht auch auf leisere Kulturstimmen hinter dem Gedröhn des aktuellen Wahlkampfs.

Beiträge

  • Der Bruch – wie die französische Identität zerfällt

    In seinem jüngsten Buch «La Fracture» («Der Bruch») warnt Soziologe und Politologe Gilles Kepel vor der zunehmenden Radikalisierung in den muslimischen Parallelwelten der französischen Vorstädte einerseits und in den nationalistisch-fundamentalistischen Sphären der eher ländlichen Gebiete. Er diagnostiziert gar «zunehmend bürgerkriegsähnliche Zustände». Was lässt sich gegen diese gefährliche Entwicklung tun? Eva Wannenmacher trifft den streitbaren Gesellschaftsanalytiker zum Gespräch.

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  • Die Identitären – der Trend zum konservativen Hippietum

    Sie sehen sich als reaktionäre Hippies, pochen auf keltische Wurzeln und auf das anarchische Rebellentum zu Zeiten der französischen Revolution. Doch in ihren fröhlich-ironischen Liedern beziehen die jungen Frauen und Männer der Gruppe «Les Brigandes» («Die Briganten») klare Positionen: gegen Multikulti, Globalisierung und Immigration, gegen den Islam genauso wie gegen den US-Kulturimperialismus. Und sie haben Erfolg damit bei ihresgleichen, den «Identitären», einer breiten Bewegung von nostalgischen Sozialromantikern, die sich nach einem Europa der indigenen Volksstämme zurücksehnen.

    Michael Gerber

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  • Manische Ruhelosigkeit – Karine Tuils literarische Diagnose

    Karine Tuil ist eine der wichtigsten literarischen Stimmen Frankreichs. Auch ihr neuer Roman fokussiert auf die brennendsten Probleme: «Die Zeit der Ruhelosen» erzählt von Rassismus, Terrorismus und Angst, und von Arroganz und Machthunger der Eliten. Und das sehr realistisch, denn Karine Tuil recherchiert intensiv in den Milieus, die sie beschreibt. Eva Wannenmacher trifft die grosse Erzählerin zum Gespräch über den Zerfall der Werte und die Zerrüttungen in der französischen Gesellschaft.

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  • Aus Kindersicht – wie Klein-Esther in Frankreich aufwächst

    Seine eigene Kindheit im Nahen Osten der 80er-Jahre hat Riad Sattouf schon erfolgreich gezeichnet: seine biografische Comicserie «L'Arabe du futur» («Der Araber von morgen») gehört zu den Bestsellern. Nun präsentiert er das heutige Paris aus Kindersicht: «Esthers Tagebücher» beschreiben den Alltag eines zehnjährigen Mädchens. Riad Sattouf trifft Esther, die Tochter eines Freundes, regelmässig und zeichnet auf Basis ihrer Erzählungen viele episodenhafte Geschichten. Auch daraus soll eine ganze Serie werden. Was bewegt Kinder heute? Wie erleben sie die sozialen Spannungen in Frankreich?

    Markus Tischer

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  • Im künstlichen Soziotop – Disneylands prägender Einfluss

    Wie ticken junge Menschen, die in der Einflusssphäre von Euro Disney bei Paris aufwachsen, der grössten Touristenattraktion Europas? Die französische Künstlerin Marion Balac geht dieser Frage in ihrem Film «Les Enfants de Val d'Europe» nach. Das halbstündige Kunstvideo beleuchtet die schattige Rückseite des Vergnügungsparks. In Interviews geben Einheimische Einblick in gespaltene Identitäten, gefangen zwischen den Realitäten des französischen Alltags und den Illusionen der US-amerikanischen Traumwelt.

    Igor Basic

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