Katastrophe, Konflikt und Intervention

  • Mittwoch, 13. Mai 2015, 22:25 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 13. Mai 2015, 22:25 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 14. Mai 2015, 6:00 Uhr, SRF 1
    • Donnerstag, 14. Mai 2015, 14:05 Uhr, SRF info
    • Freitag, 15. Mai 2015, 8:20 Uhr, SRF info
    • Freitag, 15. Mai 2015, 9:30 Uhr, SRF info
    • Freitag, 15. Mai 2015, 11:15 Uhr, SRF info
    • Freitag, 15. Mai 2015, 12:25 Uhr, SRF info
    • Freitag, 15. Mai 2015, 13:30 Uhr, SRF info
    • Sonntag, 17. Mai 2015, 8:40 Uhr, SRF info
    • Sonntag, 17. Mai 2015, 15:10 Uhr, SRF info

Die Flüchtlingsdramen, Gewaltkonflikte und Katastrophen häufen sich. Bislang verlässlich geglaubte Wertesysteme zerfallen, die Welt scheint aus den Fugen. Intervention und Einmischung tun not. Das zeigt sich auch im aktuellen Kunstschaffen. Ein "Kulturplatz" aus der Notrufzentrale.

Beiträge

  • Kunst und Konfrontation – die Biennale als globaler Seismograf

    Die diesjährige Biennale hat eine Mission: Sie will der heutigen Welt voller Katastrophen, Kriege und Krisen etwas entgegensetzen, sie aufrütteln, verändern. Doch kann Kunst Einfluss nehmen auf Politik und Gesellschaft? Wie wirksam sind Zeichnungen, Fotos, Videos und Installationen, wenn es darum geht, Ungerechtigkeit und Korruption zu bekämpfen, Staatswillkür anzuklagen, den Kapitalismus zu kritisieren? In einer Mischung aus historischen Bezügen, ökonomischen Grundfragen und persönlichen Geschichten hat der Kurator Okwui Enwezor eine Kunstausstellung geschaffen, die zum Nachdenken anregt.

    Stefan Zucker

    Mehr zum Thema

  • Handelsware Mensch – der zynische Businessplan der Schlepper

    Menschentrauben in überladenen Booten, ärmliche Gestalten in Auffanglagern: Solche Bilder prägen die Vorstellung von Immigration. Das Buch «Bekenntnisse eines Menschenhändlers» beschreibt jetzt eindrücklich, wie skrupellose Profiteure die Not zehntausender Flüchtlinge und deren Traum von einem besseren Leben zum Milliardengeschäft machen. Der Kriminologe Andrea Di Nicola und der Journalist Giampaolo Musumeci haben Schlepper und Menschenhändler aufgestöbert. Sie machen deren kriminelles Netzwerk sichtbar: die widerwärtigste «Reiseagentur» der Welt.

    Joachim Gaertner, Thomas Radigk, Sandra Steffan

    Mehr zum Thema

  • Ohnmacht erleben – die Flüchtlingstragödie als Mitmachtheater

    Wie fühlt es sich an, als Emigrant an einer Landesgrenze zu stranden, in den Strudel behördlicher Willkür zu geraten, ohne Papiere, mit der falschen Nationalität oder Religionszugehörigkeit? Die Berliner Theatergruppe Machina eX macht in ihrem Theatergame «Right Of Passage» das Publikum zu Akteuren und hilflosen Bittstellern. Nur wenige schaffen es rechtzeitig über die Grenze, während das Leben im Flüchtlingscamp aus den Fugen gerät. Eine Reportage aus dem Inneren des Geschehens.

    Stephanie Elmer

    Mehr zum Thema

  • Kollabierendes Wertesystem – wenn persönliche Verantwortung fehlt

    Neuste Theorien aus den Neurowissenschaften verneinen die Willensfreiheit des Menschen und damit seine Schuldfähigkeit. Ist die herkömmliche Vorstellung von Recht und Unrecht, von Verantwortlichkeit, Strafe und Sühne passé? Sind Gewaltverbrecher unzurechnungsfähig? Gehören alle in Sicherungsverwahrung? In seiner Kriminalnovelle «Richtig im Kopf» spielt der Schweizer Autor Dante Andrea Franzetti exemplarisch durch, wie schnell der Konsens über das menschliche Zusammenleben zerbricht, wenn Schuld- und Verantwortungsgefühle plötzlich keine Rolle mehr spielen.

    Sebastian Günther

    Mehr zum Thema