Mit Eva Wannenmacher an der Grenze

Eva Wannenmacher besucht den Grenzübergang Diepoldsau, wo einst der Sankt Galler Polizeikommandant Paul Grüninger Grenzen überschritt, um Leben zu retten. «Kulturplatz» fragt nach der Bedeutung von Grenzen in einer globalisierten Welt und beleuchtet die Ausgrenzung Andersdenkender mitten in Europa.

Beiträge

  • «Transmenschen» und das Geschlecht der Seele

    «Transmenschen» fühlen sich nicht in dem Geschlecht zu Hause, in welchem sie geboren sind. In einer Gesellschaft, die gelassener mit Grenzen und Normen umgeht, suchen sie verstärkt die Öffentlichkeit und erzählen ihre Lebensgeschichten. Nun porträtiert ein lesenswertes Buch «Transmenschen» aus der Schweiz - und im Kino zeigt der kanadische Spielfilm «Laurence Anyways» das Schicksal eines Lehrers, der seinen Körper dem «Geschlecht seiner Seele» anpasst.

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  • Die wiedergewonnene Ehre des Paul Grüninger

    Kurz vor dem Zweiten Weltkrieg rettete er Tausenden von Juden an der Schweizer Grenze das Leben - und wurde dafür hart bestraft. Die verlorene Ehre des Sankt Galler Polizeikommandanten Paul Grüninger liefert noch immer Stoff: Im Herbst läuft ein biografischer Spielfilm mit Stefan Kurt in der Hauptrolle - und schon jetzt erfährt der Held der Schweizer Grenze in einem Theaterstück späte Wiedergutmachung. Fast 20 Jahre nach seiner Rehabilitierung steht der Name Grüninger für couragierte, uneigennützige Menschlichkeit.

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  • Ungarn auf nationalem Kurs

    In Ungarn stutzt die national-konservative Regierung die kulturelle Vielfalt zurück. Das Theater soll vor allem Schauplatz nationalen Denkens sein, während das Filmschaffen völlig auf Eis liegt. Nationales und völkisches Denken prägen das gesellschaftliche Klima. In dem wirtschaftlich maroden Land werden Minderheiten und Andersdenkende ausgegrenzt. Hass gegen Juden, Roma und Homosexuelle ist sogar im Parlament salonfähig. «Kulturplatz» mit einem Augenschein in einer kulturellen Kampfzone.

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  • Lob der Grenze

    Grenzen haben heute einen schlechten Ruf. Die Gesellschaft will sie überschreiten und aufheben. Personenfreizügigkeit, freier Handel und globale Kommunikation stellen ihre Bedeutung in Frage. Aber wird ohne Grenzen alles beliebig und verwechselbar? Brauchen die Menschen Grenzen, um sie zu überwinden? In seinem neuen Buch provoziert der Philosoph Konrad Paul Liessmann mit seinem «Lob der Grenze» - und versucht den schlechten Ruf der Grenze zu entkräften.

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