Mit Eva Wannenmacher auf dem Friedhof Sihlfeld

Eine melancholische Poesie gehört zum Ort des Friedens, wo Menschen ihre Verstorbenen verlassen und sich an sie erinnern. «Kulturplatz» besucht den Zürcher Friedhof Sihlfeld und erzählt Geschichten vom Abschied und vom Überleben.

Der Friedhof Sihlfeld, eine malerische Parkanlage, stellt die grösste zusammenhängende Grünfläche der Stadt Zürich dar.

Beiträge

  • Nicht nur auf der Seite der Toten: der Bestatter

    Mit Mike Müllers markanter Verkörperung des Expolizisten und Bestatters Luc Conrad rückt ein Berufsstand ins Zentrum einer Krimiserie, der gesellschaftliche Veränderungen fast seismographisch wahrnimmt. Der heutige Umgang mit den Toten spiegelt auch eine schwindende Verbundenheit mit religiösen Ritualen. «Kulturplatz» zeigt, dass die Fiktion der SRF-Serie nahe am Leben bleibt, aber auch von der Realität gelegentlich übertroffen wird.

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  • Connie Palmens erschütternde Abschiede von ihren Lebenspartnern

    Ihr Abschiedsbuch für ihren Partner Ischa Meijer («I.M.») war als schonungsloses Schmerzbekenntnis vor über zehn Jahren ein verstörend starkes Stück Literatur. Doch die holländische Schriftstellerin Connie Palmen musste 2010 bereits ihren zweiten Mann – den bekannten Politiker Hans van Mierlo – zu Grabe tragen. Wie sie den Abschied emotional überlebte, erzählt Palmens qualvoll genaues «Logbuch eines unbarmherzigen Jahres», das im März auf Deutsch erscheint.

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  • Die märchenhafte Auferstehung des Schwarz-Weiss-Films

    Im spanischen Oscar-Kandidaten, dem Film «Blancanieves», ist Schneewittchen die Tochter eines berühmten Toreros, die selbst die Stierkampfarena erobern will. Regisseur Pablo Berger wählte das Format des schwarz-weissen Stummfilms, weil er ihm als Vehikel von starken Emotionen mehr zutraut als dem farbigen Tonfilm. «Blancanieves» reiht sich in eine auffallende Serie von hinreissenden Schwarz-Weiss-Filmen, für die der Oscar-Preisträger «The Artist» bahnbrechend wirkte.

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  • Keine Angst vor Death Metallern, sie wollen nur spielen

    Was sich für jungfräuliche Ohren anhört, als werde ein sterbendes Schwein mit rasender Geschwindigkeit auf einen Müllcontainer geschlagen, ist Kultur, genauer Rock-Kultur. Death Metal ist trotz seiner düster drohenden Klänge - so versichern Täter und lärmerprobte Opfer - mehrheitlich ungefährlich. «Kulturplatz» gibt Überlebenshilfe für zarte Gemüter und hoffnungsvolle Metal-Jünger.