Brändle & Riedo: Über Geld schreibt man doch!

Wie viel verdienst Du? Um diese Frage druckst man sich hierzulande gerne herum. Über Geld spricht man nicht! Aber man kann darüber schreiben. Und wie? Und wie!

Diese Anthologie ist längst überfällig: 25 Schweizer Autoren schreiben über Geld. In Kolumnen, Geschichten oder Essays.

Sie schreiben darüber, warum wir nicht über Geld reden, warum sie nicht über Geld reden und schreiben immer wieder über unser entrücktes Verhältnis zu Geld. Auch vier Wissenschaftler haben sich dem Thema aus historischer, ökonomischer, ethnologischer und politischer Sicht angenommen.

Geld ist ein Gefühl geworden

Eine Münze ist eine Münze ist eine Münze. Nicht mehr und nicht weniger. Aber Geld ist für uns schon lange mehr als ein Zahlungsmittel, Geld schürt Machtgefühle genauso wie Minderwertigkeitskomplexe und Neid. Davon und von anderen Geld-Phänomenen erzählen die Autoren in diesem Buch - witzig, philosophisch, nachdenklich und immer unterhaltend.   

Das Verhältnis zu Geld verändern

Franz Hohler erzählt, wie seine Texte ganz alleine Geld verdienen, Milena Moser bemerkt, dass wir ausführlich über unser erstes Mal, aber nicht über unser Salär reden, Pedro Lenz beschäftigt sich mit Kapitalismus und Fussball, Michail Schischkin erinnert sich, wie er mit «schmutzigem» Geld Spielsachen für seinen Sohn gekauft hat.

Ein gedankenbefruchtendes Buch. Lesen Sie es nur, wenn Sie damit leben können, dass es ihr Verhältnis zu Geld verändert.

Autor/in: Tanja Kummer