Das «zweikommasieben» Magazin schafft es von Luzern nach New York

Was ist der Unterschied zwischen einem Live- und einem DJ-Set? Egal. Hauptsache gute Musik im Klub. Labyrinthe und Raves - ein und dasselbe. Das «zweikommasieben» Magazin kümmert sich um die zeitgenössische Klubkultur und zeigt, was hinter der Nebelmaschine und den Plattentellern wirklich abgeht.

Nora Zukker
Bildlegende: Nora Zukker SRF 3

Magazine schiessen aus dem Boden, wie Unkraut. Und darunter gibt es auch immer viel Unkraut. Nachdem ich den Spreu vom Weizen trennte, habe ich das «zweikommasieben» Magazin aus Luzern entdeckt. Ein Magazin zur zeitgenössischen Klubkultur. Man sollte sich Zeit nehmen. Es sind ausführliche Essays und Interviews von und über Produzenten und DJs aus der ganzen Welt. Dazwischen grossartige Zitate. Das Berghain beispielsweise ist in meinen Augen brillant - aber ich habe schon immer irgendwie alles gemocht. Oder: 90 % der Leute gehen ja auch zu einer Party, weil sie etwas trinken wollen.

Von Luzern nach New York

Es wäre schön, könnten sich viele Magazin-Macher über internationale Erfolge freuen. Aber wer ein Heft in der Schweiz herausgibt freut sich schon sehr, wenn es in Deutschland ankommt. Die Macher vom «zweikommasieben» Magazin hatten Glück. Ihre Grafiker sind begabt – sie haben jüngst diverse Preise für ihre Arbeiten bekommen –, das hat auch das MoMA PS1 in New York überzeugt. Und so steht das «zweikommasieben» heute in New York und passt dort nicht nur wegen der überzeugenden Heftästhetik hin, sondern auch, weil die Inhalte einer Veranstaltungsreihe des MoMA PS1 sich teils mit jenen des «zweikommasieben» Magazins überschneiden.

Das Magazin bestellt ihr euch direkt bei den Machern in Luzern, nehmt es beim nächsten New York Trip mit oder kauft es in einem der vielen Läden, die ihr seht, wenn ihr auf den Link unten klickt.

Autor/in: Nora Zukker