David Safier: Happy Family

Der fantasiedurchtränkte Roman «Happy Family» ist das beste Medikament gegen den Novemberblues. Mit hoher Wortwitzdichte pro Zeile verwandelt er jeden Schwermut sofort in Lebensfreude

 

Der deutsche Autor David Safier hat 2007 mit seinem Debütroman «Mieses Karma» für zahllose lachende LeserInnen gesorgt. Die Geschichte ist zu schön um nicht kurz zusammengefasst zu werden: Eine egoistische Fernsehmoderatorin wird vom Spülbecken einer russischen Raumstation erschlagen und als Ameise reinkarniert, die viel gutes Karma sammeln muss. Drei Romane später erscheint nun mit «Happy Family» wieder ein Verwandlungsroman - auch hier geschieht die Verwandlung nicht ganz freiwillig.

Die Monsterfamilie

Die Familie Wünschmann aus Berlin hat sich auseinandergelebt. Mutter Emma will das nicht auf sich sitzen lassen und nötigt Mann und Kinder, gemeinsam an eine Buchvernissage zu gehen. Es wird ein Fantasyroman vorgestellt und Emma hat da etwas missverstanden: Sie meinte, man sollte kostümiert erscheinen, aber die Wünschmanns sind die Einzigen, die als Monsterfamilie auftauchen.

In die Wüste und nach Wien

Alles wäre nicht so tragisch, würde die Familie auf dem Heimweg nicht verzaubert werden und die Gestalt ihrer Kostüme annehmen, sie sind nun also Vampir, Mumie, Frankenstein und Werwolf. Natürlich wollen sie wieder zu ihrem eigenen Ich zurück und das zwingt sie, eine Reise zu unternehmen, die sie von Wien bis in die Wüste und durch die Jahrtausende führt. «Happy Family» ist ein hochgradig witziges und sehr unterhaltsames Buch für LeserInnen, die sich von viel Fantasie mitreissen lassen können.

Autor/in: Tanja Kummer