Dislike - I Like!

Lustwandeln auf dem Grat zwischen schlecht, schlimm und scheisse.

Nora Zukker
Bildlegende: Nora Zukker SRF 3

Dislike ist gesammelter Unmut. Als Antwort auf das Like, welches täglich, stündlich, minütlich, oft auch unüberlegt dem vermeintlich Schönen zugeordnet wird, thematisiert Dislike das Gegenteil, die Unmutsbekundung.

Das analoge Magazin bildet einen Kontrast zur Kurzlebigkeit der digitalen Medienlandschaft und beleuchtet Positionen und Wahrnehmungen von ausgewählten AutorInnen, KünstlerInnen und DesignerInnen.

In einem Spektrum von subjektiv, politisch, lapidar und assoziativ bis hin zu intim, wird Unmut bekundet. Das Magazin in gedruckter Form markiert den Ausgangspunkt einer sich fortlaufend erweiternden Plattform, die Widerwillen und Ablehnung in unserer Alltagskultur zelebriert.

Das Dislike Magazin ist ein unabhängiges Magazin, das jährlich erscheint. Das Spektrum an Dislikes wird bewusst offen gehalten, sowohl inhaltlich als auch künstlerisch. Der präsentierte Unmut darf und soll unterschiedliche Genres bedienen, was eine vielseitige Leserschaft zur Folge haben wird: Reportage, Kunst, Illustration, Grafik, Essay, Plastik, Interview, Fotografie und Design.

Bei jeder Ausgabe variiert die Autorenschaft, womit sich fortan neue Perspektiven eröffnen. Die Macherinnen vom Dislike Magazin plädieren für die Langlebigkeit des Printmediums und angeregte Diskussionen vor Ort statt im virtuellen Raum.

Ich bin Fan der aktuellen Dislike-Ausgaben. Ich liebe die Zeichnungen von Beni Bischof, davon gibt es einige zu sehen. Grossartig ist auch das Interview mit Slam Poet Gabriel Vetter, der über igelhafte Sockenknäuel und die Zukunft in Segelschuhen redet.

Für alle Magazin-Liebhaber: Im Zürcher Niederdorf gibt es den ersten Magazin Pop-Up PRINT MATTERS! Das Beste aus der Welt der Magazine. Einen Sommer lang. Mitten in Zürich. Sechs junge Menschen mit viel Liebe für ausgefallene und überraschende Magazine kümmern sich um unser Bedürfnis nach gutem Lesestoff. Ich war zu Besuch und begeistert.

Autor/in: Nora Zukker