Do you really want to live forever - forever, forever?

Die Frage, die Alphaville 1984 mit ihrem Song «Forever young» gestellt hat, geht einem automatisch durch den Kopf, wenn man von den Menschen in Vilcabamba liest, deren Lebenserwartung bei 120 Jahre liegt. Machen wir uns auf zu einer Reise nach Ecuador!

Fit und zufrieden bis 120? In Ecuador ist das möglich.
Bildlegende: Fit und zufrieden bis 120? In Ecuador ist das möglich.

Das Dorf Vilcabamba liegt im Süden von Ecuador und zählt um die 4200 Einwohner. Und es werden immer mehr! Denn in Vilcabamba lebt man länger - kein Wunder also, baut man sich dort ein Haus, wenn man es vermag. Alle wollen sein wie die Einwohner, die putzmunter 120 Jahre alt werden und weder Brille noch Hörgerät brauchen. Auch Gäste, die mit gesundheitlichen Problemen anreisen, besonders mit Herzproblemen, werden in Vilcabamba erstaunlich schnell gesund. Aber warum?

Rauchen und trinken schadet den Alten nicht

Ricardo Coler aus Buenos Aires ist Arzt und Journalist und mit einem riesengrossen Warum im Gepäck nach Vilcabamba gereist. Dort hat er mit vielen alten Menschen und Ärzten geredet. Kurzum: Es ist ein Rätsel, warum man in diesem Nest in Ecuador so alt wird. An einer gesunden Lebensführung kann es nicht liegen. Die Einwohner essen dasselbe wie andere Leute auch: Fisch, Gemüse, Obst. Dazu rauchen sie das Kraut des Stechapfels - die Wirkung ist mit der von Marihuana vergleichbar - und trinken den Zuckerrohr-Schnaps Puro, und zwar mehr als ein Gläsli pro Tag.

Das weltgrösste Naturspital

So weiss man einzig, dass es nicht an den Menschen, sondern am Ort liegt. Zieht ein Einheimischer nämlich weg, erreicht er kein aussergewöhnliches Alter.

In dieser unterhaltenden, schlicht und einfach verfassten Reisereportage, werden viele mögliche Gründe genannt, warum man in Vilcabamba so alt wird. Parallel dazu erzählt Ricardo Coler die Geschichte seines schwerkranken Vaters, der sich im Spital versorgen lässt. Ein interessantes Gegenstück zu den Schilderungen aus dem quasi riesigen Naturspital Vilcabamba.

Autor/in: Tanja Kummer