Eva Lohmann: Acht Wochen verrückt

«Ich bin 27, habe einen tollen Job, einen festen Freund, eine süsse Wohnung. Und es ist Sommer. Man sollte doch meinen, ich sei das blühende Leben, oder nicht?» Mila kann sich nicht erklären, warum sie unter Depressionen leidet.

Sie war mittendrin und immer dabei, arbeitete, liebte, lebte - bis ihr Leben scheinbar grundlos zu einem sinnlosen Nichts wurde. Mila fühlte sich lust- und antriebslos und mochte eines Tages einfach nicht mehr aufstehen. Ihre Familie brachte sie in eine psychosomatische Klinik. Die Diagnose: Depressionen.

Ein echtes Buch

Die Frage, woher ihre Depression rührt, führt Mila auf eine lange Reise in ganz verschiedene Gefühlsgebiete und Lebenssituationen. Autorin Eva Lohmann (*1981) die in Hamburg lebt war selber depressiv und man merkt dem Buch an, dass es «echt» ist, es berührt. Die Autorin weiss mit ihrer scharfen Beobachtungsgabe und ihrem lockeren Stil auch gut zu unterhalten.

Wenn viele Menschen aufeinandertreffen...

In der Klinik sind andere depressiven Menschen, Magersüchtige oder Leute mit Panikattacken und es geht her und zu wie überall, wo viele Leute aufeinander treffen: Es wird getratscht, es gibt Streit, Freundschaften und Liebesgeschichten. Man hat nie den Eindruck, dass jemand  «ver-rückt» ist, sondern dass die Menschen einfach eine längere oder kürzere schwierige Zeit haben. Eva Lohmann trifft den richtigen Ton: Nichts und niemand wird in diesem Buch zur  Befriedigung der Sensationslust verkauft.