«Berliner Kindheit um neunzehnhundert» von Walter Benjamin 3/5

Walter Benjamins (1892-1940) dreissig Prosaminiaturen, in denen er die inneren Bilder seiner Grossstadtkindheit einzufangen versucht, stellen ein einzigartiges Zeitdokument dar und gehören zu den schönsten autobiographischen Schriften in deutscher Sprache.

«Das Fieber», «Der Fischotter», «Pfaueninsel und Glienicke», «Eine Todesnachricht» heissen die Miniaturen dreizehn bis sechzehn. Benjamin war als Kind viel krank und musste oft für längere Zeit das Bett hüten; davon berichtet er in einem der bezauberndsten Texte. Weiter von einem Tier im Zoologischen Garten, das «vor allen andern Bewohnern bemerkenswert war»; ferner von einem schmerzlichen Erlebnis während der Sommerfrische und einem ungewöhnlichen Besuch des Vaters abends an seinem Bett. 

Sprecher: Felix von Manteuffel - Produktion SRF 2013 - Dauer: 24'23"

Redaktion: Stephan Heilmann