«Boule de suif» von Guy de Maupassant 3/4

In den Endwirren des preussisch-französischen Krieges 1871 reisen 10 Franzosen in der Postkutsche durch die Normandie; unter ihnen auch die Prostituierte «Boule de suif». Die Enge schweisst die Reisenden zusammen. Doch als ein Preussen-Offizier die Weiterfahrt verhindert, zerbricht die Gemeinschaft.

Ein Felsen am Meer in der Normandie.
Bildlegende: Ein preussischer Offizier unterbricht die Reise durch die Romandie. Wieso? Wikimedia/ Tobi 87

Drall ist die Prostituierte; deswegen «Boule de Suif» - «Fettklösschen» genannt. Anfänglich wird sie von ihren Mitreisenden verachtet. Doch als sie kameradschaftlich ihren Proviant mit allen teilt, steigt sie in der Achtung. Noch mehr wird ihre patriotische Gesinnung gutgeheissen. Doch in einem kleinen Dörfchen findet die gemeinsame Reise ein jähes Ende. Ein preussischer Offizier setzt die Gesellschaft in einem Gasthof fest. Seine unklaren Gründe bereiten den Reisenden Kopfzerbrechen. Angst und Sorge machen sich breit. Will man die Reisenden vielleicht als Geiseln nehmen?

Guy de Maupassant (1850-1893), literarischer Ziehsohn von Flaubert und Zola, gilt als einer der bedeutendsten französischen Romanciers des 19. Jahrhunderts. Mit seinem 1880 erschienenen Frühwerk «Boule de suif» begründete er seine schriftstellerische Karriere, die über 300 Novellen und mehrere Romane umfasst.

Sprecher: Matthias Habich Produktion SRF 1976 Dauer: 23

Redaktion: Susanne Heising