«Boule de suif» von Guy de Maupassant 4/4

«Boule de suif», Prostituierte und Patriotin in einem, ist Teil einer Postkutschen-Reisegesellschaft, die von einem preussischen Offizier festgesetzt wird. Die Reise soll erst weitergehen, wenn «Boule de suif» dem Deutschen «zu Diensten» war. Die Frau wird von ihren Mitreisenden verschachert.

Zehn Menschen treffen in der Postkutsche aufeinander ...
Bildlegende: Zehn Menschen treffen in der Postkutsche aufeinander ... Wikimedia/Hermann Lenz

Die zehn Menschen, die in der Postkutsche aufeinandertreffen, könnten unterschiedlicher nicht sein: Nonnen, Demokraten, Bürgerliche, Honorablen. Gemeinsam reisen sie durch die Normandie und die Endwirren des deutsch-französischen Krieges von 1871 und versuchen, nicht mit den Preussen aneinanderzugeraten. Leider hat ein Offizier ein Auge auf eine der Mitreisenden geworfen. «Boule de Suif» soll sich ihm hingeben, sonst hält er die ganze Reisegesellschaft in einem kleinen Dörfchen fest. Das dauert nun schon einige Tage.

Und da, wo die Dirne gestern noch Mitreisende und Mitbürger hatte, findet sie nun nur noch Menschenhändler.

Mit seiner kurzen Abhandlung «Der Schnurrbart» bringt Maupassant ein augenzwinkerndes Hoch auf ein fast ausgestorbenes Stück Gesichtshaartracht aus und erklärt dessen enorme Wichtigkeit für das Wohlbefinden der Frauen. «Vive la Moustache».

Sprecher: Matthias Habich Produktion: SRF 1976 Dauer: 27

Redaktion: Susanne Heising