«Ich nannte ihn Krawatte» von Milena Michiko Flašar 5/10

Hiros Kindheit war früh zu Ende. Er wusste, wie und wovor er sich verstecken wollte und konnte. Und bald fand er heraus, dass das Hikikomori-Dasein eine Maske war, die Schutz bot.

Zwei Junge Menschen sitzen in einem Jazz Café in Tokyo
Bildlegende: Vom Park ins Jazz Café: Ohara zeigt Hiro, wo er seine Frau kennen lernte Reuters

Es regnet. Der Aufenthalt im Park ist unmöglich. Hiro hat von Ohara die Adresse des Jazz-Cafés «Miles to Go» bekommen. Er nimmt seinen ganzen Mut zusammen, geht hin, x-mal daran vorbei und traut sich schliesslich hinein. Im Halbdunkel der Bar wartet Ohara schon und erzählt, wie er vor Jahren seine Frau Kyoko kennenlernte, wie sie sich verliebten und sich den Himmel in Form ihres Ehe-Alltags versprachen. Hiro erzählt von dem ähnlich feierlichen Einverständnis mit Yukiko, seiner Kindheitsfreundin. Gegen alle nachbarschaftlichen Vorurteile.

Mit: Stefan Roschy (Hiro), Hanspeter Müller-Drossaart (Ohara)

Technik: Mirjam Emmenegger und Ueli Karlen - Regie: Margret Nonhoff - Produktion: SRF 2016 - Dauer: 28‘

Aus urheberrechtlichen Gründen können wir Ihnen die Lesung nur bis zum 21. Juni 2016 zum Nachhören anbieten.

Redaktion: Margret Nonhoff