«Die Zeit der Ruhelosen»: Der Literaturclub im Mai

  • Dienstag, 23. Mai 2017, 22:20 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 23. Mai 2017, 22:20 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 24. Mai 2017, 1:40 Uhr, SRF 1
    • Donnerstag, 25. Mai 2017, 3:55 Uhr, SRF 1

Nicola Steiner, Elke Heidenreich, Philipp Tingler und – als Gast – der Filmemacher Dani Levy diskutieren im Mai über Karine Tuil: «Die Zeit der Ruhelosen», J.M. Coetzee: «Ein Haus in Spanien», Eva Menasse: «Tiere für Fortgeschrittene» und Donna Tartt: «Der Distelfink».

«Die Zeit der Ruhelosen» heisst der neue Roman der französischen Autorin Karine Tuil. Das Buch zum Wahljahr. Kann Tuil damit an die grosse Tradition des Gesellschaftsromans anknüpfen?

Vom südafrikanischen Nobelpreisträger J.L Coetzee kommen drei «Erzählerische Meditationen» namens «Ein Haus in Spanien». Die österreichische Autorin Eva Menasse kombiniert in ihren Erzählungen «Tiere für Fortgeschrittene» Nachrichten über Tiere mit heutigen menschlichen Verhaltensweisen».

Und unser Gastkritiker, der Filmemacher Dani Levy, möchte über «Der Distelfink» der US-Amerikanerin Donna Tartt diskutieren. Für viele ist das 2014 erschienene Buch ein Meisterwerk.

Beiträge

  • «Die Zeit der Ruhelosen» von Karine Tuil (Ullstein)

    «Die Zeit der Ruhelosen» heisst der neue Roman der französischen Autorin Karine Tuil. Darin bringt sie Themen des französischen Wahljahrs literarisch auf den Punkt. Karine Tuil, die in der Banlieue von Paris aufgewachsen ist, recherchiert für ihre Romane sehr intensiv. Manche Kritiker sprechen gar von «Embedded Literature». Tuil schafft es, die Finger auf die Wunden ihres Landes zu legen: die Abgehobenheit der Elite, die Angst vor Terrorismus, der Rassismus. Aber kann die Autorin mit ihrer spannenden Zeitdiagnose auch an die grosse Tradition des französischen Gesellschaftsromans anknüpfen?

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  • «Der Distelfink» von Donna Tartt (Goldmann)

    Für den Roman «Der Distelfink» hat die US-Amerikanerin Donna Tartt bereits 2014 den Pulitzer-Preis erhalten. Viele haben diese Geschichte als «Meisterwerk» bezeichnet: Ein Junge verliert bei einem Terroranschlag auf das «Metropolitan Museum» in New York seine Mutter. Dafür begleitet ihn fortan im Leben ein Gemälde, das er aus den Trümmern geborgen hat. Wie ihr Vorbild Charles Dickens verbindet Tartt Sozialkritik mit überbordendem Detailreichtum. Doch ist der oft gezogene Vergleich mit den Romanen von Dickens gerechtfertigt? Und: Was macht die Faszination für die Autorin und ihren Roman aus?

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  • «Ein Haus in Spanien» von J.M. Coetzee (S. Fischer)

    Drei Geschichten vom südafrikanischen Literaturnobelpreisträger J. M. Coetzee. Drei literarische Meditationen in einem Band, der nun unter dem Titel «Ein Haus in Spanien» auf Deutsch erscheint. Es sind Geschichten, die Coetzee in den Jahren zwischen 2000 und 2003 geschrieben hat. Darin denkt er über unseren Umgang mit Sprache nach. Er schreibt über die schwierige Liebe zu seinem Heimatland Südafrika, das er 2002 verlassen hat, um in Australien zu leben. Und er beschreibt – in einer zur Nobelpreisverleihung entstandenen Geschichte – den Schriftsteller als heimgekehrten Schiffbrüchigen.

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  • «Tiere für Fortgeschrittene» von Eva Menasse (KiWi)

    Schmetterlinge, die sich auf Köpfe von Krokodilen setzen, um salzige Tränen zu trinken. Schafe, die ihre Wolle von selbst abwerfen. Skurrile wissenschaftliche Meldungen über Tiere hat die österreichische Schriftstellerin Eva Menasse gesammelt und ihnen Geschichten über den zeitgenössischen Homo sapiens vorangestellt. Wie lesen wir ihre Erzählungen über Leute, deren Habitat vorzugsweise die Patchwork-Familie ist? Sind es Lehrstücke über Durchschnitts-Menschen in ihrer Lebensmitte? Fabelhafte Erkundungen zur existenziellen Frage, was das gute Leben ausmacht?

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  • Die Buchempfehlungen unserer Kritiker

    «Der Mann, der Luft zum Frühstück ass» von Radek Knapp (Deuticke) / «Einsame Klasse. Das Leben der Marlene Dietrich» von Eva Gesine Baur, C.H.Beck (Philipp Tingler) / «Sweet Occupation» von Lizzie Doron, dtv (Dani Levy) / «Suppen für Syrien» von Barbara Abdeni Massaad, Rafik Schami, DuMont (Nicola Steiner)

  • Michael Fehr performt den Text «Wie glücklich ich bin»

    Auch diesmal ist der Berner Spoken-Word-Autor zu Gast im «Literaturclub mit einem Text aus seinem neu erschienen Erzählungsband «Glanz und Schatten» (Verlag Der gesunde Menschenversand).