Dobelli, Brown, Bakker, Gontscharow und Teller

Iris Radisch, Hildegard Keller, Juri Steiner und Rolf Dobelli diskutieren die aktuellen Bücher im Juni: Rolf Dobelli: «Die Kunst des klaren Denkens», Chester Brown: «Ich bezahle für Sex», Gerbrand Bakker: «Der Umweg», Iwan Gontscharow: «Oblomow» und «Komm» von Janne Teller

Klarer denken, das ist doch schon etwas, meint Rolf Dobelli. Chester Brown zeichnet seine ganz persönlichen Ansichten zum Thema Sex. Iwan Gontscharows sprichwörtlicher Held «Oblomow» entscheidet sich fürs Nichtstun, während Gerbrand Bakkers Agnes den «Umweg» bevorzugt. Janne Teller schliesslich stellt eine schier unlösbare Frage.

Beiträge

  • «Die Kunst des klaren Denkens» von Rolf Dobelli

    Was tun? Eigentlich immer das Falsche. Das meint jedenfalls der 46-jährige Luzerner Bestsellerautor Rolf Dobelli und listet 52 Denkfehler auf, die man besser anderen überlassen sollte. Vom «Rückschaufehler», über das «Auswahlparadox» bis zum «Anfängerglück» handeln seine gewitzten Miniaturen, die als Serie in der Frankfurter Allgemeinen und in der Sonntagszeitung erschienen sind. Der Unternehmer und Autor Rolf Dobelli hat seine Fibel vom falschen Denken und falschen Tun vorgelegt und sagt uns, was richtig wäre.

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  • «Ich bezahle für Sex. Aufzeichnungen eines Freiers» von Brown

    Ein Mann bezahlt für Sex und findet das o.k. Seine Freundin hat sich von ihm getrennt. An die romantische Liebe glaubt er nicht mehr, dafür umso mehr an die käufliche. Chester Brown ist dieser Mann, Anfang fünfzig und einer der besten Comic-Zeichner der Gegenwart. Er zeichnet und spricht von seinen eigenen Erfahrungen mit Prostituierten im kanadischen Toronto. Und er wird deutlich. Chester Brown begann seine Karriere in den 1980er Jahren in Toronto. Er wurde für seine Graphic Novels mit vielen Preisen ausgezeichnet.

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  • «Oblomow» von Iwan Gontscharow

    Was tun? Nichts! Nur muss man es sich leisten können und Ilja Iljitsch Oblomow kann das. Ein junger russischer Adeliger auf seinem Landgut in der Mitte des 19. Jahrhunderts, der seinen Tagträumen nachhängt: Das ist Oblomow. 1859 erschienen und sofort ein riesiger Publikumserfolg, ist Iwan Gontscharows grosser Roman auch ein Buch für das 21. Jahrhundert. Der Held des Müssiggangs in seiner Entscheidungs- und Antriebsschwäche, das ist auch unser Held: Eigentlich müsste man etwas tun. Eigentlich! Zum 200.Geburtstag am 18. Juni 2012 erscheint Gontscharows Roman in einer neuen Übersetzung.

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  • «Komm» von Janne Teller

    Gerade hat der Verleger das Manuskript seines Bestsellerautors zum Druck gegeben. Ein Politthriller, der in einem afrikanischen Krisenstaat spielt. Da erscheint Petra Vinter und behauptet: Das ist meine Geschichte. Der Roman habe ihre persönlichen Erlebnisse während ihrer Zeit als UN-Beauftragte benutzt. Der Mann am Schreibtisch kommt ins Grübeln. Die dänische Autorin Janne Teller hat ein Buch zwischen Novelle und philosophischem Nachtstück geschrieben, das die Fragen nach Moral und richtigem Leben neu verhandelt.

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  • «Der Umweg» von Gerbrand Bakker

    Der Fuchs stiehlt die Gans, eine nach der anderen, in dem kleinen walisischen Farmhaus, in das sich Agnes zurückgezogen hat. Aus Amsterdam ist die Literaturdozentin in dieses Versteck geflohen. Im Gepäck Gedichte von Emily Dickinson und eine Daguerreotypie der amerikanischen Dichterin. Agnes ist krank. Ihr Mann sucht nach ihr. Da taucht Bradwen auf, ein junger Mann, der genauso wenig über sich verrät wie sie selbst. Nach «Oben ist es still« und «Juni» hat der niederländische Autor Gerbrand Bakker ein neues Rätselwerk vorgelegt.

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