Dreimal Schweiz, einmal Mexiko: Der Literaturclub im März

  • Dienstag, 19. März 2019, 22:20 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 19. März 2019, 22:20 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 20. März 2019, 11:00 Uhr, SRF info
    • Mittwoch, 20. März 2019, 16:40 Uhr, SRF info
    • Heute, 3:45 Uhr, SRF 1
    • Heute, 12:05 Uhr, SRF info
    • Morgen, 10:00 Uhr, SRF info

Nicola Steiner, Martin Ebel, Thomas Strässle und – als Gast – die Journalistin Klara Obermüller diskutieren über «Der Stotterer» von Charles Lewinsky, «Gringo Champ» von Aura Xilonen, «Tage wie Hunde» von Ruth Schweikert und «Wild wie die Wellen des Meeres» von Anna Stern.

«Der Stotterer» heisst der neueste Roman des Schriftstellers Charles Lewinsky. Darin beschreibt er einen Mann, der ganz auf die Macht des geschriebenen Worts vertraut und diese rücksichtslos einsetzt.

«Tage wie Hunde» nennt Ruth Schweikert ihr sehr persönliches Buch, in dem sie von ihrer eigenen Brustkrebserkrankung berichtet.

«Gringo Champ» ist eine literarische Sensation aus Mexiko: Die neunzehnjährige Aura Xilonen schildert in atemloser Sprache die Fluchtgeschichte eines unbegleiteten Jugendlichen an der Grenze zwischen Mexiko und den USA.

«Wild wie die Wellen des Meeres» heisst die Geschichte eines jungen Paares. Die Ostschweizer Autorin Anna Stern erzählt sie von ihrem vermeintlichen Ende hin zu ihren Anfängen, zwischen den schottischen Highlands und der Schweiz.

Beiträge

  • Charles Lewinsky: «Der Stotterer»

    Charles Lewinsky ist einer der vielseitigsten Schriftsteller der Schweiz, sehr produktiv und abwechslungsreich in seinen Stoffen. Sein neuester Roman heisst «Der Stotterer» und beschreibt das Leben eines Mannes, der wegen Betrugs im Gefängnis gelandet ist. In Briefen an den Gefängnispfarrer lässt er sein Leben Revue passieren. Wie bei Scheherazade und ihren Geschichten aus 1001 Nacht geht es ums Geschichten-Erfinden und welche Möglichkeiten sich damit im Leben eröffnen. Sprache heisst Macht, und mit ihrer Hilfe kann man alles erreichen. Wie setzt Lewinsky dieses universelle Thema um?

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  • Ruth Schweikert: «Tage wie Hunde»

    Wolfgang Herrndorf, Urs Faes, Henning Mankell, Susan Sontag: sie alle haben Bücher über ihre eigene Krebserkrankung geschrieben. Sehr eindringlich und existenziell, sehr unterschiedlich im Ton und im Umgang mit der Krankheit. Nun veröffentlicht auch die Schweizer Schriftstellerin Ruth Schweikert ein sehr persönliches Buch über ihre eigene Brustkrebserkrankung – «Tage wie Hunde». Der Text besteht aus Erinnerungen an Menschen und Situationen, Notizen, SMS mit Freunden, Beobachtungen und auch Beschreibungen von Situationen, in die man als krebskranker Mensch hineingeworfen wird.

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  • Aura Xilonen: «Gringo Champ»

    Mit dem Debut von Aura Xilonen ist eine Sensation aus Mexiko zu entdecken. Die Autorin schrieb mit 17 Jahren das richtige Buch zum richtigen Thema. Xilonen erzählt die Geschichte eines unbegleiteten jugendlichen Flüchtlings, der den Rio Bravo durchschwimmt und in den USA ein neues Leben sucht. Der Roman ist ein sprachliches Ereignis, ein überdrehtes modernes Märchen. Sein Held Liborio begegnet uns als sprachmächtige Person, die zwischen Gossensprache und Hochsprache oszilliert. Mithilfe der Literatur entwickelt er sich vom illegalen Einwanderer zum integrierten Youtube-Star.

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  • Anna Stern: «Wild wie die Wellen des Meeres»

    Die Ostschweizer Autorin Anna Stern hat im letzten Jahr beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb den 3sat-Preis gewonnen. Nun ist ihr Roman mit dem Titel «Wild wie die Wellen des Meeres» erschienen. Im Zentrum der Geschichte steht Ava, die der Enge ihrer Beziehung mit Paul und der Kleinstadt, in der sie lebt, entfliehen möchte. Sie macht sich auf den Weg in die schottischen Highlands, um dort ein Praktikum auf einer Feldstation in einem Biosphärenreservat zu absolvieren. Der Roman ist raffiniert komponiert und wird rückwärts von der Gegenwart bis zu einer Urszene in Avas Kindheit erzählt.

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  • Die Buchempfehlungen unserer Kritiker

    «Reise um die Welt ohne den Buchstaben A» von Jacques Arago, diaphanes (Thomas Strässle), «Rausch und Stille» von Karl-Heinz Ott, Hoffmann und Campe (Martin Ebel), «Alles ist möglich» von Elizabeth Strout, Luchterhand (Klara Obermüller), «firma» von Klaus Merz, Haymon (Nicola Steiner)